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Nico und Yvonne Klebe verfolgen das Spiel auf dem Tablet vor dem Stadion. Foto: Monika Müller
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Nico und Yvonne Klebe verfolgen das Spiel auf dem Tablet vor dem Stadion.

Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt: Polizei erteilt Platzverweis für Zaungäste

  • Clemens Dörrenberg
    VonClemens Dörrenberg
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Beim Spiel Eintracht Frankfurt gegen den FSV Mainz 05 kontrolliert die Polizei rund ums Stadium. Die meisten Fans nehmen es gelassen hin.

Frankfurt - Auf dem Rasen im Stadtwald sind am Sonntagnachmittag erst wenige Minuten gespielt. Da ertönt an der Otto-Fleck-Schneise aus einem heranrollenden Mannschaftswagen eine Lautsprecher-Durchsage der Polizei: „Bitte verlassen Sie umgehend den Bereich rund ums Stadion“. Vereinzelt stehen und sitzen Eintracht-Fans bei hochsommerlichen Temperaturen an den Zäunen des Waldstadions, um möglichst nah dran zu sein, an ihrer Mannschaft, die zum vorletzten Saisonheimspiel gegen den FSV Mainz 05 antritt.

Eintracht Frankfurt gegen Mainz 05: Fans kommen vor dem Waldstadion zusammen

Nachdem an den vorangegangenen Spieltagen unter anderem gegen Wolfsburg rund 100 und gegen Augsburg rund 200 Anhänger:innen vor dem Stadion zusammen gekommen waren, hatten sich Polizei und Verein gegen eine Anreise von Fans ausgesprochen. Schon an den Zufahrtswegen, etwa an der Flughafenstraße, wo mehrere Mannschaftswagen parken, stehen Beamte und kontrollieren Menschen, die Richtung Fußball-Tempel wollen. Auch berittene Polizei ist im Einsatz.

Zwei Pärchen mittleren Alters, die Eintracht-Shirts tragen, und mit ihren Rädern aus Langen kommen, werden angehalten. „Es reicht mal wieder mit Fernsehen gucken“, sagt eine der Frauen. Zum Spiel gegen die Bayern im März seien sie auch schon vor Ort gewesen. Und falls sie von der Polizei weggeschickt werden? „Ist das okay“, sagt ihr Begleiter.

Fanz wollen Eintracht Frankfurt gegen Mainz unterstützen

Frank Ahlers steht neben einer Handvoll Leuten, alle auf Abstand, unter Bäumen an der Otto-Fleck-Schneise. Von den Tribünen trennen sie dort nur einige Schritte und Zäune. Ordnungspersonal in neongelben Leibchen wartet dahinter. Das Marathon-Tor, das einen Blick auf den Rasen ermöglichen würde, ist durch Autos zugestellt. Ahlers ist im Eintracht-Outfit mit einem Kumpel zum Stadion gekommen. Beide tragen FFP2-Masken.

„Wir wollen nah dran sein und die Mannschaft unterstützen“, sagt der Unterliederbacher, der betont, dass er „zweifach geimpft“ sei und alle ausreichend Abstand halten würden. Als er von einer Gruppe Beamter angesprochen wird, hält Ahlers seinen Impfpass in die Höhe. Das nutzt aber nichts. Er und sein Begleiter erhalten Platzverweise von der Polizei und müssen ihren Standort räumen, was sie nach kurzer Diskussion tun.

Polizei spricht nach dem Spiel SGE gegen Mainz 05 von ruhigem Nachmittag

Christiane Scharpf, die ein Shirt mit der Aufschrift „Frankfurtliebe“ und eine rote FFP2-Maske trägt, sagt: „Zuhause alleine vor dem Fernseher bin ich wahnsinnig nervös.“ Unter Leuten vor dem Stadion sei sie ruhiger, so die 60-Jährige, die reichlich Abstand zu ihrem Nebenmann hält. Wie viele andere hat sie Kopfhörer im Ohr, um das Spiel via Radio zu verfolgen. Noch kurz vor Anpfiff hatte die Niederräderin leise die Eintracht-Hymne des Frankfurter Polizeichors mitgesummt, die, wie gewohnt kurz vor Spielbeginn, aus dem Inneren des Waldstadions leise zu hören war. Ehe sich ihr eine Patrouille nähert, verschwindet sie im Wald.

Tekin Nergiz und seine Frau sind mit den Rädern aus Richtung Mörfelden eher zufällig vorbei gekommen. Dass sie vorm Stadion an diesem Tag nicht erwünscht sind, hätten sie nicht gewusst. „Man ist Fan“, sagt der 44-Jährige und weiter: „Seit eineinhalb Jahren dürfen wir nicht in diese Kiste.“ Seine Frau, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, fügt hinzu: „Wir vermissen’s.“

Nach Abpfiff berichtet Polizeisprecher Thomas Hollerbach von einem „ruhigen Nachmittag“. Das Konzept der Polizei mit einer um das Stadion eingerichteten „Platzverweis-Zone“ sei aufgegangen und die Kontrollierten hätten „vollkommen einsichtig“ reagiert. Lediglich in einem Fall sei ein Mann über einen Zaun auf die Bahngleise gesprungen, um einer Kontrolle zu entgehen. Daher seien die Gleise entlang der S-Bahnstation Stadion kurzzeitig gesperrt gewesen. (Clemens Dörrenberg)

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