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Fans auf der Otto-Fleck-Schneise.
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Fans auf der Otto-Fleck-Schneise.

Eintracht Frankfurt

Trotz Corona: Eintracht-Fans feiern SGE-Sieg am Frankfurter Stadion

  • Georg Leppert
    VonGeorg Leppert
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Ordnungsdezernent Markus Frank übt Kritik an der Zusammenkunft der Eintracht-Fans. Die Polizei gibt sich entspannt.

Frankfurt – Es herrschte extrem gute Stimmung am Samstagnachmittag an der Otto-Fleck-Schneise, die direkt hinter der Gegentribüne des Frankfurter Stadions verläuft. „Eintracht Frankfurt“, skandierten die etwa 100 Fans, die sich dort eingefunden hatten, immer wieder. Und später war auch noch zu hören: „Deutscher Meister wird nur die SGE …“ So weit wird es nicht kommen, zumindest nicht in dieser Saison, doch nach dem spektakulären 4:3 gegen den VfL Wolfsburg ist Eintracht Frankfurt kurz davor, einen Platz in den Champions League zu ergattern.

Eintracht Frankfurt: Video von Fans-Versammlung kursiert

Erstmals, seit die Partien in der Fußballbundesliga als Geisterspiele ausgetragen werden, versammelten sich Fans während eines Spiels am Frankfurter Stadion. Ihre Anfeuerungsrufe waren in der Arena und auch in der TV-Übertragung deutlich zu hören. Ob es aber angebracht ist, in Corona-Zeiten am Stadion zusammenzukommen – darüber wird seit Samstagnachmittag emotional diskutiert.

In den sozialen Netzwerken tauchte schon kurz nach Abpfiff des Spiels ein Video auf. Darunter schrieben einige Userinnen und User, wie toll die Unterstützung gewesen sei. Andere warfen den Fans am Stadion vor, sich verantwortungslos verhalten zu haben. Menschenansammlungen seien derzeit einfach nicht geboten.

SGE: Frank hält Verhalten der Eintracht Frankfurt-Fans für kontraproduktiv

Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU) fand die Bilder der feiernden Fans jedenfalls nicht gut. Er habe zwar Verständnis für die Emotionen, „aber wir wollen doch alle, dass man bald wieder ins Stadion darf“. Insofern sei das Verhalten der Eintracht-Anhänger kontraproduktiv gewesen. Gerade die Gesundheitsbehörden, die über eine Rückkehr des Publikums ins Stadion entscheiden müssten, sähen derartige Zusammenkünfte skeptisch.

Ähnlich wie Markus Frank sieht es auch Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne): „Die Freude ist verständlich, aber das Feiern ohne Einhalten der Corona-Schutz-Regeln ist ein Bärendienst am Fußball.“

Eintracht Frankfurt gegen VfL Wolfsburg – Polizei schreitet nicht ein

Bereits vor einer Woche waren einige Dutzend Eintracht-Fans zum Auswärtsspiel ihrer Mannschaft nach Dortmund gereist und hatten sich am Stadion aufgehalten. Die Polizei begleitete sie noch während der ersten Halbzeit zu ihren Autos. In Frankfurt schritt die Polizei nicht ein. Dafür habe es keinen Anlass gegeben, sagte eine Sprecherin der Behörde. Die Fans hätten Masken getragen und Abstände eingehalten, „das lief alles sehr entspannt“.

Zu einem ähnlichen Schluss kommt Eintracht-Vorstand Axel Hellmann. Die Fans hätten sich in den vergangenen 14 Monaten vorbildlich verhalten. Dass sie nun das Bedürfnis nach Nähe zur Mannschaft hätten, sei verständlich. Die Eintracht vertraue den Fans, „dass auch in solch emotionalen Momenten die geltenden Pandemieregeln eingehalten werden“.

Immerhin ein Anhänger feierte am Samstag in gänzlich unbedenklicher Weise. Er stellte sich nach dem Spiel auf eine Brücke über die Mörfelder Landstraße und schwenkte seine Eintracht-Fahne. Die Folge: ein Hupkonzert auf der Straße. (Georgt Leppert)

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