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Eintracht Frankfurt

20 Fans von Eintracht Frankfurt in Gewahrsam in Belgien

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Fußball-Anhänger der Eintracht Frankfurt fahren trotz Stadtverbot nach Lüttich. Die meisten können das Spiel zumindest im Fernsehen schauen.

Die ersten Bilder machten schon am Donnerstagmittag in den sozialen Netzwerken die Runde: Eintracht-Fans in Lüttich, erkennbar am Adler auf der Brust (oder der Basecap). Teils sind die Aufnahmen noch mit trotzigen Kommentaren versehen. Später dann verschickten Eintracht-Anhänger sogar Fotos aus dem Stadion – obwohl sie dort nicht hätten sein dürfen.

Nachdem der europäische Fußballverband Uefa den Eintracht-Fans wegen vorausgegangener Ausschreitungen den Zutritt ins Stadion verboten hatte, entschied der Lütticher Bürgermeister Willy Demeyer, dass die Frankfurter am besten gar nicht in die Stadt kommen sollten und verhängte ein Betretungsverbot für die Innenstadt. 

Europa League in Lüttich: 100 Eintracht-Fans fahren trotz Verbot nach Belgien

Dem trotzten am Donnerstag vor dem Europacupspiel, das die Eintracht bei Standard Lüttich 1:2 verlor, mehr als 100 Anhänger, darunter zahlreiche Ultras. Etwa zwei Dutzend Fans hatten sich Karten über Bekannte besorgt und gelangten incognito ins Stadion.

Auseinandersetzungen zwischen Fans und den Ordnungshütern habe es keine gegeben, sagte Thomas Hollerbach, Sprecher der Frankfurter Polizei, die mehrere szenekundige Beamte nach Lüttich geschickt hatte. Zwar hatte die Polizei in Lüttich angekündigt, das Stadtverbot konsequent umzusetzen. Als sich dann aber abends rund 100 Eintrachtler in einer Kneipe in der Innenstadt sammelten, um das Spiel im Fernsehen zu schauen, ließen die Beamten sie gewähren.

Eintracht-Fans in Lüttich: Polizei rückt mit Großaufgebot aus

Unbeobachtet blieben die Fans allerdings bei weitem nicht. Mit einem Großaufgebot umstellten die Polizisten das Lokal, auch ein Wasserwerfer fuhr vor. Als die Anhänger nach der bitteren Niederlage gemeinsam zu einem Parkhaus liefen, in dem sie ihre Wagen abgestellt hatten, wurden sie von der Polizei kurzzeitig gestoppt. Schließlich durften sie aber weitergehen.

Tagsüber hatte es in Lüttich immer wieder Kontrollen gegeben. Die Polizei sprach mehrere kleinere Gruppen an und forderte die Fans auf, in ihr Hotel zurückzugehen. Wer sich weigerte oder gar kein Hotel hatte, musste für die Dauer des Spiels auf die Polizeistation. Etwa 20 Eintracht-Anhänger wurden in Gewahrsam genommen.

Auch beim vorentscheidenden Spiel der Eintracht bei Arsenal London am 28. November dürfen keine Frankfurter ins Stadion – sofern die Uefa das Urteil im Berufungsverfahren nicht doch noch aufhebt. Ein Stadtverbot wie in Lüttich ist dort aber nicht zu erwarten. Aufgrund der Größe der britischen Hauptstadt wäre es auch schlicht nicht durchzusetzen.

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