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Die Tennisspielerin Nelly Neppach hat sich wegen der Verfolgung durch die Nationalsozialisten das Leben genommen. Sie ist eine der Sportlerinnen, deren auf dem Rathenauplatz gedacht wird.

Frankfurt

Skulpturen-Ensemble jüdischer Sportler wieder komplett

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Gute Nachrichten von der Ausstellung "Zwischen Erfolg und Verfolgung" am Rathenau-Platz: Die vor einigen Tagen zerstörten Figuren von jüdischen Sportlern sind ersetzt.

Die Ausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung – Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach“, ist wieder komplett. Die beiden bereits am ersten Ausstellungswochenende von unbekannten Vandalen beschädigten Figuren sind bereits am Samstag ersetzt worden. Nun stehen wieder alle 15 Figuren nebst Erläuterungstafel auf dem Rathenauplatz und tun es hoffentlich noch bis zum Ausstellungsende am 7. Juli. Die Polizei fahndet weiter nach den Tätern.

Bei den zerstörten Figuren handelte es sich um Lilli Henoch, einst Weltrekordlerin im Kugelstoßen, im Speerwurf und mit der 4x100-Meter-Staffel, sowie um Walther Bensemann, Mitbegründer des Deutschen Fußball-Bundes und der Frankfurter Eintracht. Bensemann starb 1934 im Schweizer Exil, Henoch wurde 1942 deportiert und ermordet.

Die Wanderausstellung des Zentrums deutsche Sportgeschichte, die in Frankfurt vom Jüdischen Museum in Kooperation mit Makkabi und Eintracht Frankfurt präsentiert wird, würdigt jüdische Sportler und deren Beitrag zur Entwicklung des modernen Sports in Deutschland. Sie zeigt 16 Skulpturen von Nationalspielern, Welt- und Europameistern, Olympiasiegern und anderen, deren Karrieren in den Jahren der Nazi-Diktatur durch Ausschluss von Sportveranstaltungen, Ausgrenzung, Entrechtung, Vertreibung und Ermordung zerstört worden waren.

Das Jüdische Museum bietet öffentliche kostenlose Führungen durch die Ausstellung an für folgende Tage; Mittwoch, 28. Juni, 18 Uhr; Sonntag, 2. Juli, 17 Uhr; Mittwoch, 5. Juli, 18 Uhr sowie am letzten Tag der Ausstellung, Freitag, 7. Juli, um 16 Uhr. Schulklassen und Jugendgruppen können Führungen per E-Mail buchen: pz-ffm@stadt-frankfurt.de.

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