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In Frankfurt engagieren sich Fans des FSV Frankfurt und Eintracht Frankfurt gegen Rassismus und Antisemitismus. Das soll auch so bleiben.

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Antisemitismus im Eintracht-Stadion: Jetzt hart durchgreifen!

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Nach den antisemitischen Entgleisungen kann Eintracht Frankfurt nicht zur Tagesordnung übergehen. Ein Kommentar

Das Problem, wenn knapp 50 000 Menschen in einem Fußballstadion zusammenkommen: Es gibt unter ihnen auch immer riesige Arschlöcher. Entschuldigung für die Wortwahl, aber dass Eintracht-Fans den Schiedsrichter am Donnerstag antisemitisch beleidigt haben, ist gänzlich inakzeptabel. 

So schlecht der Mann auch gepfiffen hat: Wörter wie „Judensau“ dürfen nicht fallen. Niemals. Nirgends. Zweierlei aber macht Hoffnung.

Antisemitische Ausfälle sind in Frankfurt Einzelfälle

Erstens: Entgegen ersten Berichten reden wir hier in der Tat von Einzelfällen. Es hat eben nicht eine ganze Kurve oder auch nur eine kleinere Gruppe antisemitische Sprechchöre angestimmt. Das kommt in anderen Stadien leider vor.

Im Waldstadion gibt es eine Grenze. Ja, der Schiedsrichter wurde in Sprechchören als „Hurensohn“ beschimpft, später sangen die Fans von einer „Homoehe“ zwischen Straßburg und Karlsruhe. Doch rassistische oder antisemitische Inhalte werden nicht angestimmt.

Eintracht Frankfurt engagiert sich gegen Rassismus und Antisemitismus

Zweitens: Die Eintracht nimmt die Vorfälle offenbar sehr ernst. Ein Verein, der sich sehr gegen Rassismus und Antisemitismus engagiert, dessen Angestellte im Museum mit Jugendlichen nach Theresienstadt reisen, dessen Präsident sich öffentlich mit AfD-Anhängern streitet und der oft auf seine eigenen jüdischen Wurzeln hinweist, ein solcher Verein kann jetzt nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, nach dem Motto „Waren doch nur ein paar Spinner“. 

Die Eintracht muss jetzt ein Zeichen setzen und – ähnlich wie der DFB bei rassistischen Entgleisungen beim Länderspiel in Wolfsburg – alles daransetzen, die Täter zu ermitteln. Sollte das gelingen, werden diese Menschen sehr lange kein Eintracht-Spiel im Stadion mehr sehen dürfen. Und das ist auch gut so.

Weitere Informationen zu Eintracht Frankfurt auf fr.de

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