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Den Traum vom Profigolfen im Visier: Marie Coors.

Golferin Coors

Mit dem Golfschläger zur Sportgala

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Marie Coors ist von ihrer Nominierung überrascht und muss sich gegen vier Leichtathletinnen durchsetzen. gegenüber. Doch das Multitalent muss sich nicht verstecken.

Wer Frankfurts Sportlerin des Jahres wählen will, kommt an einer Leichtathletin meist nicht vorbei. Bei den bisherigen sechs Abstimmungen seit 2011 gewann fünf Mal eine Sportlerin der LG Eintracht Frankfurt. Zweimal Betty Heidler und je einmal Irina Mikitenko, Carolin Schäfer und Gesa Felicitas Krause. Einzig der Ruderin Katrin Thoma von der Germania gelang es 2015, diese Phalanx zu durchbrechen. Auch in diesem Jahr wird es wieder schwer, an den Leichtathletinnen vorbeizukommen. Vier der fünf nominierten Sportlerinnen sind Läuferin oder Siebenkämpferin.

Mit Gesa Felicitas Krause ist die amtierende Frankfurter Sportlerin des Jahres erneut nominiert, und auch Siebenkämpferin Carolin Schäfer gewann die Wahl 2014 bereits. Dazu kommen die Sprinterin Lisa Mayer und mit Claudia Salman-Rath eine weitere Siebenkämpferin.

Coors ist eine vielseitig begabte Sportlerin 

Als einzige Sportlerin fernab der Tartanbahn ist Marie Coors nominiert. Doch selbst die 22-Jährige hat einst Leichtathletik gemacht. Auch im Dressurreiten war die junge Frau aus Groß-Zimmern aktiv, und in der Rhythmischen Sportgymnastik hat sie es sogar in den Hessenkader geschafft. Eigentlich stammt Coors aus einer Handballer-Familie. Als ihr Vater dann irgendwann entschied, den harten Hallenboden lieber mit dem weicheren Grün des neu entstandenen Golfplatzes in Groß-Zimmern einzutauschen, begann auch die Tochter, den Golfschläger zu schwingen.

Zehn Jahre ist das nun her. In diesem Jahr hat Coors gleich vier internationale Amateurturniere gewonnen und strebt nach Höherem. „Mein großes Ziel ist es, auf der Profi-Tour in Amerika zu spielen“, sagt Coors, die derzeit für dieses Ziel ein Qualifikationsturnier in Florida bestreitet. Der Traum, Profigolferin zu werden, sei in den vergangenen beiden Jahren während ihres Studiums in den USA gereift. Ihren Bachelor in Wirtschaftswissenschaften schloss sie als Jahrgangsbeste mit summa cum laude ab und fand nebenbei trotzdem noch Zeit, ihr Golfspiel deutlich zu verbessern.

Mittlerweile hat die 22-Jährige ihren Lebensmittelpunkt wieder in Deutschland, schlägt in Groß-Zimmern oder beim Frankfurter Golf-Club in Niederrad ab und hätte für ihr Masterstudium auch einen Platz an der Goethe-Uni sicher. Doch Coors zieht es derzeit eher auf Golfplätze als in Hörsäle. Für die siebte Frankfurter Sportgala würde sie aber sicher Zeit finden. „Ich habe mich riesig über die Nominierung gefreut, damit habe ich gar nicht gerechnet, wir hben doch so viele gute Athletinnen.“ Um den Titel einzuheimsen, muss sie aber vor den Leichtathletinnen landen.

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