Sportdezernent Markus Frank (l.) und Experte Stephan Bauer vor der Nordwesttribüne.
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Sportdezernent Markus Frank (l.) und Experte Stephan Bauer vor der Nordwesttribüne.

Stadion

Eintracht Frankfurt: Stehplätze für alle im Stadion - Nordwestkurve wird zur schwarz-weißen Wand

  • Oliver Teutsch
    vonOliver Teutsch
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Ein Experte erläutert den geplanten Ausbau der Nordwestkurve zur schwarz-weißen Wand. Eintracht-Fans dürfen sich auf knapp 20 000 Stehplätze freuen.

  • Das Stadion in Frankfurt soll erweitert werden
  • 60.000 Zuschauer sollen in Zukunft bei Spielen von Eintracht Frankfurt in der Arena Platz finden
  • Dabei soll vor allem der Stehplatzbereich vergrößert werden

Frankfurt - Natürlich ist die sonst so stimmungsvolle Nordwesttribüne auch bei diesem Ortstermin einfach nur gähnend leer. Für Eintracht-Heimspiele wäre die Tribüne in dieser Form sowieso nicht zu gebrauchen, wie Stephan Bauer, Technischer Leiter der städtischen Sportpark Stadion GmbH erläutert: „Wir haben hier noch die europäische Bestuhlung.“ Denn, das bislang letzte Spiel im Stadtwald, das mit Zuschauern ausgetragen werden sollte, war jenes im Europapokal gegen den FC Basel.

Eintracht Frankfurt soll bald 60.000 Zuschauer beherbergen

Am Mittwochabend fanden sich immerhin mal wieder ein paar Menschen im Stadion ein und zwar überwiegend CDU-Politikerinnen und -Politiker. Die Fraktion im Römer unternahm einen Ausflug in den Stadtwald, um sich den geplanten Ausbau des Stadions erläutern zu lassen. Die Stadt als Vermieter hat Eintracht Frankfurt zugesichert, das Stadion bis zum Beginn der Saison 2023/2024 auf knapp 60.000 Plätze auszubauen. Koordiniert wird das Ganze von der städtischen Sportpark Stadion GmbH, nicht zu verwechseln mit der Eintracht Frankfurt Stadion GmbH, die der Verein als Mieter für die zukünftige Vermarktung ins Leben gerufen hat.

Etwa zehn Millionen Euro will die Stadt in den Ausbau investieren. Die Bauzeit veranschlagt Bauer auf 30 bis 35 Monate. Die meiste Arbeit, wie etwa die Ertüchtigung der Fundamente, kann während des Spielbetriebs von Eintracht Frankfurt erfolgen. Der tatsächliche Umbau der Tribüne ist dann im Herbst 2022 während der Weltmeisterschaft in Katar vorgesehen.

Eintracht Frankfurt plant mit 20.000 Stehplätzen

Um den Umbau zu erläutert, wirft Bauer im Innern des Stadions von Eintracht Frankfurt ein paar Folien an die Wand. „Ziel des Ausbaus: Mehr Zuschauerplätze im unteren Preissegment“, steht auf der ersten Folie. Soll heißen, deutlich mehr Stehplätze, um auch jüngeren Besuchern, die keine Dauerkarte haben, wieder einen Stadionbesuch möglich zu machen. Dafür wird der Oberrang der Nordwesttribüne nach unten verlängert, die Funktionsräume und fünf Logen im Mittelring des Stadions fallen dafür weg.

Derzeit gibt es für die Fans von Eintracht Frankfurt bei Bundesliga-Heimspielen 7435 Stehplätze. Nach dem Umbau sollen es knapp 20.000 sein. Denn zu den genannten Stehplätzen im Unterrang der Nordwesttribüne kommen dann noch 12.909 Stehplätze im Oberrang. Vorbild für diese riesige Stehplatztribüne sei „so ein bisschen die gelbe Wand in Dortmund gewesen“, verrät Bauer. Auf der dortigen Südtribüne finden rund 25.000 Fans Platz. Mit der schwarz-weißen Wand auf der Nordwesttribüne und weiteren kleineren Sitzplatzoptimierungen soll die Kapazität im Stadion bei Bundesligaspielen von jetzt 51.500 auf knapp 60.000 Zuschauer steigen. Bei internationalen Spielen steigt die Kapazität hingegen nur von 48.000 auf 49.740.

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