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Hessens Innenminister Peter Beuth hätte sich entschuldigen sollen, fordert Linken-Politiker Hermann Schaus.

Eintracht Frankfurt

Eintracht-Fan-Urteil: „Der Preis für Beuths Rechthaberei“

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Hessens Innenminister Peter Beuth steht nach dem Schmerzensgeld-Urteil für einen Anhänger von Eintracht Frankfurt massiv in der Kritik.

Nach dem Schmerzensgeldurteil zugunsten eines Fans von Eintracht Frankfurt haben SPD und Linke das Verhalten von Innenminister Peter Beuth (CDU) kritisiert. Die 7000 Euro, die das Land zahlen muss, seien „der Preis für die Rechthaberei des Innenministers“, kommentierte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD, Günter Rudolph. Der Linken-Innenpolitiker Hermann Schaus sagte: „Beuth hätte sich entschuldigen sollen, statt weiter gegen den verletzten Eintracht-Fan zu prozessieren.“

Am Mittwoch hatte das Landgericht Frankfurt entschieden, dass das Land Hessen dem Fußballfan 7000 Euro Schmerzensgeld zahlen muss. Das Land hatte zuvor einen Vergleich abgelehnt.

Zwei Polizisten hatten den Mann vor dem Europacupspiel der Eintracht gegen Schachtjor Donezk vor einem Jahr über eine Werbebande gestoßen. Der Fan erlitt einen Bruch des Lendenwirbels. Damit hätten die Beamten ihre Amtspflicht verletzt, urteilte das Gericht.

„Dass der Einsatz gegen die Eintracht-Ultras unangemessen war, wusste jeder, der die Bilder und Videos aus dem Stadion gesehen hat. Nur der Innenminister nicht, dessen Ego von den Eintracht-Fans gekränkt war“, sagte SPD-Mann Günter Rudolph. Linken-Politiker Hermann Schaus sprach von einem „Kleinkrieg“ des Innenministers gegen die Frankfurter Fans. Beide forderten den Minister auf, das Urteil zu akzeptieren und auf eine Revision zu verzichten.

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