Niederursel

Büdchenzauber mit Mokka und Wurst

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Yildirim lädt zum adventlichen Nachbarschaftsfest an sein Bierstübchen.

Weil die Premiere 2017 bei den Niederurselern gut ankam, möchte Naim Yildirim in diesem Jahr wieder ein adventliches Nachbarschaftsfest rund um „Heinrichs Bierstübchen“ ausrichten. „Das soll zur Tradition werden“, sagt der Büdchen-Betreiber. Immer am ersten Adventswochenende will er seine Stammkunden und Nachbarn fortan auf Glühwein und Bratwurst einladen – so auch am kommenden Sonntag.

In diesem Jahr möchte Yildirim sich besonders bei all jenen bedanken, „die mich beim Kampf um meinen Wirtschaftsgarten unterstützt haben“. Laut einem Beschluss der Bauaufsicht sollte Yildirim die Schankerlaubnis für seine Trinkhalle an der Niederurseler Landstraße 54 entzogen werden. Das adventliche Fest steht daher unter dem Motto „Mahnwache gegen behördliche Willkür“. Der Büdchen-Betreiber hat diesbezüglich positive Nachrichten zu vermelden: „Inzwischen habe ich von der Stadt eine mündliche Zusage erhalten, dass der Wirtschaftsgarten bestehen bleiben kann“, verrät er. Der schriftliche Bescheid soll im Laufe der nächsten Woche folgen.

Das Fest rund um Heinrichs Kiosk – benannt nach der benachbarten Heinrich-Kromer-Schule – beginnt um 14 Uhr. Die junge Band „Skin I’m In“, die gerade ihr erstes Album rausgebracht hat, wird am Nachmittag auftreten – ein Überraschungskonzert, denn Yildirim kennt die Gruppe selbst noch nicht. „Aber ich habe nur Gutes über sie gehört“, sagt er und lacht. Neben der Musik stellt er Glühwein, türkischen Mokka und Bratwürste kostenfrei zur Verfügung, lediglich die Tassen müssen selbst mitgebracht werden. Bei der Organisation und der Bewirtung helfen ihm rund 15 Stammgäste.

In erster Linie gehe es der Gruppe darum, mit den Nachbarn einen gemütlichen Nachmittag zu verbringen, die Lebensqualität im Stadtteil zu steigern und den Anwohnern die Möglichkeit zu geben, sich in lockerer Atmosphäre kennenzulernen. Im letzten Jahr hatten neben den Stammgästen über 100 Nachbarn an der Veranstaltung teilgenommen.

Yildirims Trinkhalle ist seit nunmehr acht Jahren ein zentraler Treffpunkt im Stadtteil. Seinen Einfluss möchte der Wirt nutzen, um sich gemeinnützig zu engagieren. Beim letzten Adventsfest sammelte er Spenden für die Leberecht-Stiftung, die sich für behinderte und benachteiligte junge Menschen einsetzt. In diesem Jahr bittet er um einen Obolus für die Altenhilfe der Frankfurter Rundschau. Auch das soll eine Tradition werden – bei jedem Fest für eine andere Stiftung Spendengelder einzunehmen.

Im Anschluss an die Adventsfeier lädt Yildirim zum Fußballgucken ein. Ab 18 Uhr überträgt er das Spiel Eintracht Frankfurt gegen den VfL Wolfsburg auf dem Fernseher in seinem Büdchen.

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