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Eintracht-Fans wollen die Spieler nicht nur auf Häuserwänden sehen.
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Eintracht-Fans wollen die Spieler nicht nur auf Häuserwänden sehen.

Frankfurt

Eintracht-Fans bangen um Rückkehr ins Stadion

Das Fußball-Publikum soll nur bei niedriger Inzidenz in die Arena dürfen. Und die steigt in Frankfurt stetig.

Dieser Tage fahren viele Eintracht-Fans zum Stadion, obwohl es dort überhaupt nichts zu sehen gibt. Zwar trainiert die Mannschaft an der Arena. Doch die Zeiten, in denen man einfach mal zum Zuschauen vorbeikommen konnte, waren schon vor Beginn der Corona-Pandemie vorbei.

Auf dem großen Parkplatz an der Mörfelder Landstraße, auf dem in früheren Zeiten die Busse der Gäste-Anhänger:innen parkten, sind aber Kassenhäuschen geöffnet. Dort sollen Fans, insbesondere die Inhaberinnen und Inhaber von Dauerkarten, ihren Impfausweis vorzeigen. Im Ticketsystem wird dann hinterlegt, wer bereits den vollen Schutz hat.

Diese Angabe ist für den Fußball-Bundesligisten sehr wichtig. Denn auch wenn viele Fragen zur Rückkehr des Publikums offen sind. Eines steht für die Eintracht fest: „Je mehr Menschen vollständigen Impfschutz haben, desto geringer werden das Infektionsrisiko oder schwere Krankheitsverläufe, desto höher wird die Chance, die zulässige Zuschauerkapazität Schritt für Schritt zu erhöhen.“ So steht es in einem Schreiben an die Anhänger:innen.

Stand jetzt dürfte die Eintracht zu ihrem ersten Heimspiel gegen den FC Augsburg 25 000 Zuschauerinnen und Zuschauer empfangen. Damit wäre das Stadion etwa zur Hälfte belegt, und zumindest die meisten Fans mit Dauerkarte dürften in die Arena. Das Problem: Das Spiel findet erst heute in einem Monat, am 21. August, statt, und die Inzidenzen, gerade in Großstädten wie Frankfurt, steigen seit mehr als einer Woche stetig.

Bei Inzidenz unter 35

Veranstaltungen sind genehmigungsfrei: in geschlossenen Räumen mit bis zu 750 Teilnehmenden, im Freien bis 1500. Bei bis zu 100 Teilnehmenden entfällt die Testpflicht (Geimpfte/Genesene zählen mit).

Großveranstaltungen : ab 5000 Zuschauende ist eine 50-prozentige Auslastung zulässig, maximal 25 000 Besucherinnen und Besucher.

Volksfeste: Kontaktdatenerfassung nur bei gastronomischen Angeboten.
Touristische Übernachtungen: Ein aktueller negativer Corona-Test reicht.

Gastronomie: Die Testpflicht für Innenräume fällt weg, Maskenpflicht bis zum Sitzplatz bleibt.

Bibliotheken und Archive: Maskenpflicht nur bis zum Sitzplatz.

Clubs / Discotheken: Tanzveranstaltungen sind weiter nur im Freien zulässig; für eine Person je fünf Quadratmeter. jur

Klage möglich

Von einer Trendwende ist nicht auszugehen, und so spricht vieles dafür, dass die Zahl der Corona-Neuinfektion innerhalb von einer Woche, auf 100 000 Menschen gerechnet, Mitte August bei mehr als 35 liegen wird. Diese Grenze wurde von der Politik festgelegt; bei höheren Zahlen sollen keine Fans im Stadion erlaubt sein.

Wie die Eintracht mit dieser Regelung umgeht, ist offen. Dass der Bundesligist sie einfach akzeptiert, ist nicht zu erwarten. Zu sehr ist der Verein auf Publikum angewiesen – vor allem wirtschaftlich. Mit jedem Geisterspiel verliert die Eintracht rund 2,5 Millionen Euro.

Gleichzeitig wächst bei den Verantwortlichen das Unverständnis, dass zu Beginn der kommenden Saison genau dasselbe gelten soll wie zum Start der vergangenen Spielzeit. Auch damals hieß es, dass bei einer Inzidenz von über 35 keine Fans ins Stadion dürfen. Der große Unterschied: Vor einem Jahr war noch niemand geimpft. Mitte August könnte die Eintracht das Stadion theoretisch ausschließlich mit Fans füllen, die den vollen Schutz haben.

Insofern wird der Bundesligist seine Pläne für eine Rückkehr der Fans vorantreiben. Sollte es zu einem Verbot kommen, könnte die Eintracht dagegen klagen. Auf jeden Fall würde sich die Führungsetage der Frankfurter mit der Ligakonkurrenz besprechen – denn die anderen Vereine sind in derselben Situation wie die Eintracht.

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