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Nathaniel Ritter sitzt seit Mai im Stadtparlament.
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Nathaniel Ritter sitzt seit Mai im Stadtparlament.

Kommunalpolitik

Einsatz für die Industrie in Frankfurt

  • Georg Leppert
    VonGeorg Leppert
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Der FDP-Politiker Nathaniel Ritter hat im Römer mittlerweile einige Erfahrungen gesammelt. Über die CDU wundert er sich bisweilen.

Die ganz große Aufregung ist nicht mehr da. Der Gang in den Römer, die Sitzungen der Ausschüsse, die Treffen in der Fraktion. Das alles ist für Nathaniel Ritter, den Stadtverordneten der FDP, „ein wenig zur Routine geworden“. Schließlich ist es jetzt fast zehn Monate her, dass der Jura-Student ins Stadtparlament gewählt wurde. Knapp zehn Plenarsitzungen hat er schon hinter sich gebracht, er hat Dezernentinnen und Dezernenten gewählt, Reden gehalten, und demnächst wird er erstmals bei Haushaltsberatungen dabei sein. Dann hätte er also auch das abgehakt.

Die eine oder andere Erkenntnis hat der 23-Jährige, der sich ziemlich forsch und mutig zum stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden wählen ließ, auch schon gesammelt. Eine davon lautet: „Opposition wäre schon einfacher.“ Dann könnte er schimpfen und motzen, die Regierung hemmungslos kritisieren und auch mal polemisch werden. So aber bestehe seine Rolle oft genug darin, „Angriffe abzuwehren und für unsere Dezernentinnen in die Bresche zu springen“.

Das gelte insbesondere für seine Auftritte im Wirtschaftsausschuss, in dem die Opposition es auf die FDP-Stadträtin Stephanie Wüst abgesehen habe. Die CDU gebe dabei kein gutes Bild ab, stellt Ritter fest. Oft agiere sie unfair und mache etwa die neue Regierung aus Grünen, SPD, FDP und Volt für einen Zustand verantwortlich, „den sie selbst zu verantworten hat, weil sie doch lange genug in der Regierung war“.

So zeigt sich Ritter etwa von der Diskussion über das Gewerbegebiet in Nieder-Eschbach irritiert. Für ihn steht fest, dass neue Gewerbeflächen benötigt würden. Eine Ansicht, die sich auch bei der CDU findet. Gerade Wüsts Vorgänger im Amt des Wirtschaftsdezernenten, CDU-Mann Markus Frank, hatte wieder und wieder für das Gewerbe geworben. Doch der Widerstand vor Ort werde von den Christdemokraten angeführt, bemerkt Ritter.

Ob unweit des Möbelhauses Ikea im Norden Frankfurts tatsächlich eine größere Fläche fürs Gewerbe angelegt wird, ist noch offen. Die Koalition lässt entsprechende Pläne derzeit prüfen. Gerade die Grünen scheinen eher skeptisch zu sein. Doch den Konflikt zwischen produzierendem Gewerbe und Klimaschutz wird es immer geben, das weiß Ritter. Insofern mahnt er eine schnelle Umsetzung des Masterplans Industrie an.

Und privat? Ritter steht vor dem Ende seines Jura-Studiums. Daran schließt sich dann ein Referendariat an. Für die Politik will er dennoch immer genügend Zeit finden.

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