Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Laura-Maria-Bassi-Preis Frankfurt

Einsatz für Frauenrechte geehrt

  • Marie-Sophie Adeoso
    VonMarie-Sophie Adeoso
    schließen

Absolventin Nabila Bushra erhält heute an der Frankfurter Fachhochschule den Laura-Maria-Bassi-Preis. Die 27-Jährige hat sich für Frauenrechte im Islam und gegen Rassismus engagiert.

Als muslimische Studentin, sagt Nabila Bushra, habe sie an der Hochschule oft „keine einfache Position“: weil sie sich oft mehr beweisen müsse, um „von der Mehrheitsgesellschaft“ als Teil der Hochschule anerkannt und ernst genommen zu werden, sagt die 27-Jährige. Und weil sie als gläubige Frau, die sich nicht nur gegen Rassismus und Sexismus, sondern auch für Homosexuellenrechte engagiere, auch von manchen Muslimen angegangen werde.

Dass die Frauenkommission der Frankfurter Fachhochschule („University of Applied Sciences“) entschieden hat, Bushra heute den mit 1000 Euro dotierten Laura-Maria-Bassi-Preis zu verleihen, habe sie daher „sehr erstaunt“: „Ich freue mich sehr, dass die Hochschule damit meine Arbeit anerkennt und würdigt. Das brauchen wir in der heutigen Zeit: dass marginalisierte Menschen ihre Positionen auch an Hochschulen vertreten und gesellschaftliche Diskurse mitgestalten können.“

Genau das hat Bushra, die gerade ihr Studium der Sozialen Arbeit mit einer Bachelorarbeit über muslimische Frauen in Deutschland abgeschlossen hat, in den vergangenen Semestern als studentische Ansprechpartnerin im Büro der Frauenbeauftragten sowie als Antirassismus-Referentin im Asta getan. So habe sie etwa eine Podiumsdiskussion zu Frauenrechten im Islam und eine weitere Veranstaltung zu Islamophobie und Rassismus organisiert, meldet die Fachhochschule. „Dazu gehört – so meine ich – derzeit viel Mut. Das Thema Islam polarisiert; und die Bereitschaft zur unvoreingenommenen Auseinandersetzung und dem Dialog ist – je nach Position und Perspektive – durchaus unterschiedlich ausgeprägt“, teilte Fachhochschulpräsident Frank Dievernich mit. Die Absolventin, die als Kind mit ihrer Familie aus Pakistan in den Rheingau kam, strebt nun ein Masterstudium der Gender Studies und eine akademische Karriere an.

Der Preis, der nach der weltweit ersten Physik-Professorin Laura Maria Bassi (1711–1778) benannt ist, wird seit 2005 im jährlichen Wechsel an Studierende oder Beschäftigte der Hochschule vergeben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare