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Schmiereien am alten Studierendenhaus in Bockenheim.
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Schmiereien am alten Studierendenhaus in Bockenheim.

Campus Bockenheim

Einig über Studierendenhaus

  • Claus-Jürgen Göpfert
    VonClaus-Jürgen Göpfert
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Die städtische Saalbau GmbH und der Verein Offenes Haus der Kulturen wollen einen Vertrag über die Zukunft des Studierendenhauses schließen. Allerdings braucht es einen städtischen Zuschuss.

Nach mehr als sieben Jahren des Ringens sind sich die Stadt und der Verein Offenes Haus der Kulturen einig über die Zukunft des alten Studierendenhauses. Das geschichtsträchtige Gebäude auf dem alten Campus der Goethe-Universität in Bockenheim war 1953 eröffnet worden – finanziert von den USA im Rahmen eines Demokratisierungsprogramms. Das denkmalgeschützte Haus soll nun im Jahre 2019 in den Bestand der städtischen Saalbau GmbH übernommen werden. „Es wird eine Saalbau-Dependance“, sagte Frank Junker, der Chef der städtischen Wohnungsholding ABG, im Gespräch mit der FR.

Das bestätigte auch Tim Schuster vom Verein Offenes Haus der Kulturen, der seit langem für ein Veranstaltungsgebäude kämpft, das allen Menschen im Stadtteil zugutekommt. Der Verein soll künftig die Vermietung des Studierendenhauses übernehmen. 5000 Quadratmeter Mietfläche umfasst das Gebäude, darunter ein großer Saal und Nebenräume.

Die entscheidende Frage ist, wie der Verein den Betrieb des Hauses im Besitz der Stadt künftig finanzieren wird. Junker bezifferte die Jahresmiete, die an die Saalbau zu entrichten sei, auf 840 000 Euro. Diese Zahl bestätigte auch Schuster.

Diese Summe kann der Verein ohne finanzielle Unterstützung der Stadt nicht bewältigen. Man stehe deshalb in Verhandlungen mit dem Kulturdezernat und dem Planungsdezernat, sagte Schuster.

„Wir hoffen auf einen festen, dauerhaften Zuschuss der Stadt“, sagte er. Aber auch noch andere, private Geldgeber seien im Gespräch.

Der Verein möchte das Haus künftig für Veranstaltungen an Kulturgruppen und Vereine untervermieten, aber auch an Unternehmen. Das bestehende Café soll erhalten bleiben, ebenso die Kindertagesstätte.

Derzeit wird das Haus noch vom AstA der Goethe-Universität genutzt. Nach dem gegenwärtigen Zeitplan zieht er erst im Jahr 2019 auf den Campus im Westend um.

Die Saalbau GmbH, die eine Tochtergesellschaft der städtischen ABG Holding ist, plant eine umfassende Sanierung und Modernisierung des denkmalgeschützten Gebäudes.

Junker bezifferte ihre Kosten im Gespräch mit der FR auf mindestens 3,5 Millionen Euro. Bei der Ertüchtigung gehe es um Brandschutz und die Einhaltung von Vorschriften zur Energieeinsparung.

Die Saalbau und der Verein Offenes Haus der Kulturen wollen so schnell wie möglich einen entsprechenden Vorvertrag unterschreiben. Käme es dazu, hätte eine lange Auseinandersetzung um das geschichtsträchtige Gebäude doch noch ein gutes Ende gefunden.

Entscheidend wird am Ende allerdings sein, was die Römer-Koalition von CDU, SPD und Grünen an städtischem Geld für das künftige Betreibermodell mobilisieren wird.

„Wir stehen mit den Fraktionen im Römer im Gespräch“, sagte Tim Schuster dazu.

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