Feucht, aber fröhlich: Die Nachbarschaftsradler 2017.

Frankfurt-West

Radtour für den ganzen Westen

  • schließen

Anfang Juni radeln Klimaschützer für den guten Zweck. Auch ein Besuch des Peter-Behrens-Baus ist möglich.

Die Tour de West geht wieder an den Start. Am Sonntag, 2. Juni, radeln Teams aus sieben Stadtteilen des Frankfurter Westens mittags in einer Sternfahrt zum Waldspielplatz in Schwanheim. Von dort reist die Gruppe gemeinsam zur Provadis-Hochschule nach Höchst. Zwei schwarze Löcher gibt es. „In Goldstein und in Griesheim haben wir niemanden gewinnen können“, sagt Uwe Eisenmann, der die Radtour vor drei Jahren ins Leben gerufen hat.

Anders als bei der Namensgeberin, der Tour de France, geht es nicht darum, so schnell wie möglich ins Ziel zu kommen. Es ist eine gemütlich Tour. Entwickelt hat sie sich aus der bundesweit aufgestellten Kampagne „Stadtradeln“. Die soll zeigen, wie viel CO2 Verkehrsteilnehmer einsparen könnten, wenn sie vom Autos aufs Rad umsteigen.

Vom 3. bis 23. Juni lassen Teilnehmer den Wagen stehen und retten so das Klima. Das Ergebnis ist beeindruckend, findet Uwe Eisenmann. Er hat dabei nämlich festgestellt, dass er auch im übrigen Jahr weitgehend aufs Auto verzichten kann. Fast alles erledigt er nun per Rad, seinen Fuhrpark hat er von drei auf einen Wagen reduziert. „Die Kinder sind ja auch aus dem Haus.“

Tour de West Tourstartist mittags von sieben Stadtteilen aus zum Waldspielpark Schwanheim. Von dort aus geht es ab 14 Uhr etwa zehn Kilometer nach Höchst zu Provadis. Ausklang bei Grillspeis und Trank, eventuell Besuch des Peter-Behrens-Bau. Teilnahme und Verpflegung sind kostenlos. Spenden für die Kinderklinik Höchst willkommen.

Treffpunkte und Abfahrt:Schwanheim, Alter Friedhof, 13.15 Uhr. Sindlingen, Auffahrt zur Werksbrücke West / Farbenstraße 21, 12.45 Uhr. Unterliederbach, Edeka Lich, Soonwaldstraße 4, 12.30 Uhr. Nied, Kerbeplatz, 13 Uhr. Höchst, Fähre, 13 Uhr. Sossenheim, Kerbeplatz, Kurmainzer 203-207, 12.45 Uhr. Zeilsheim, Käthe-Kollwitz-Schule, Schulhof Eingang Frankenthaler Weg, 12.30 Uhr.

Den Peter-Behrens-Bauim Industriepark können Teilnehmer ab 14 Jahren besuchen. Dafür ist eine Anmeldung nötig: kommunikation@infraserv.com. Personalausweis mitbringen. sky

Ein voller Erfolg also, das Stadtradeln, wenn auch etwas anonym, findet Eisenmann, so alleine Kilometer zu zählen. Darum haben er und ein paar Mitstreiter das gemeinsame Nachbarschaftsradeln ersonnen und als Sahnehäubchen, die Tour für den ganzen Westen.

Im ersten Jahr sind zehn Sportler auf die Strecke gegangen, vergangenes Jahr mehr als 100. Diesmal ist der Ausflug erstmals als Spendenfahrt deklariert. Zugunsten des Förderkreises der Kinderklinik Höchst. Der will seine Trösterkisten auffüllen. Darin lagern kleine Überraschungen für jungen Patienten, die über unangenehme Untersuchungen hinweg trösten sollen.

Die Gruppe wird mit Polizeibegleitung über die Höchster Farbenstraße fahren. Ein Erlebnis. Das geht aber nur, wenn der Tross als Demo oder eben Spendenfahrt angemeldet ist. Für eine Demo ist der Ausflug zu gemütlich, zu wenig politisch, findet Eisenmann. Spenden seien aber durchaus zu erwarten, immerhin müsse niemand am Ende des Ausflugs für Bratwurst, veganes Essen und alkoholfreies Getränk bezahlen.

Richtig unpolitisch ist der Ausflug aber auch nicht. Zumindest ist das Teilnehmerfeld prominent besetzt mit engagierten Leuten. Die Nieder setzen auf eine große Koalition. Alexander Schott von der SPD und Andreas Welcher von der CDU führen das Team an. In Sindlingen fährt CDU-Ortsbeirat Albrecht Fribolin voraus. In Höchst schließt sich Frankfurts SPD-Planungsdezernent Mike Josef der Gruppe an. Infraserv Geschäftsführer Jürgen Vormann startet in Zeilsheim.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare