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Eine Straßenbahn von Frankfurt nach Bad Vilbel ist machbar

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Von: Florian Leclerc

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Nördlich der Friedberger Warte könnte eine Straßenbahn potentiell weiter nach Bad Vilbel fahren. Foto: Rolf Oeser
Nördlich der Friedberger Warte könnte eine Straßenbahn potentiell weiter nach Bad Vilbel fahren. © Rolf Oeser

Laut einer Studie würden 2600 zusätzliche Fahrgäste die Verbindung nutzen.

Eine Straßenbahnlinie von Frankfurt nach Bad Vilbel wäre machbar und würde 2600 zusätzliche Fahrgäste pro Tag anziehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Potenzialstudie, die der Frankfurter Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) und der Erste Stadtrat von Bad Vilbel, Sebastian Wysocki (CDU), nun vorgestellt haben.

Die mögliche Verbindung biegt nördlich der Friedberger Warte in Frankfurt, an der Haltestelle Bodenweg, von der bestehenden Straßenbahnlinie 18 ab und führt weiter entlang der Friedberger Landstraße. Von der Stadtgrenze in Bad Vilbel aus ginge es über die Alte Frankfurter Straße, ab Heilsberg weiter auf der Frankfurter Straße bis zum Südbahnhof in Bad Vilbel. Die Studie hat auch eine Weiterführung über die Kasseler und Homburger Straße bis in das Neubaugebiet Krebsschere westlich des Vilbeler Nordbahnhofs untersucht. Die Führung der Bahn bis ins Neubaugebiet ist demnach die beste Variante.

Städte müssten Folgekosten tragen

Das Beratungsunternehmen Ramböll hat die Studie im Auftrag von Traffiq erstellt. Finanziert wurde sie von der Stadt Bad Vilbel und dem Zweckverband Oberhessen (ZOV) zu je einem Viertel; die Frankfurter Nahverkehrsgesellschaft Traffiq übernahm die Hälfte der Kosten. Die Studie empfiehlt als nächste Schritte eine vertiefende Machbarkeitsstudie und eine Nutzen-Kosten-Untersuchung, von deren Ergebnis die Bereitstellung von Fördermitteln durch Bund und Land abhängt. Die Förderfähigkeit ist nach Einschätzung der Gutachter zu erreichen.

Verkehrsdezernent Oesterling begrüßte das Ergebnis: „Die Umstellung einer mit Dieselbussen betriebenen Linie auf die elektrische Straßenbahn hat klare ökologische Vorteile und ist für die Fahrgäste attraktiv – sie ist ein Beitrag, den Modal Split zugunsten des Nahverkehrs zu verbessern.“ Sebastian Wysocki kündigte an, die politische Diskussion über die Straßenbahn weiterzuführen: „Die Vor- und Nachteile werden wir nun gegeneinander abzuwägen haben, bevor die städtischen Gremien die nächsten Schritte gehen.“ Die Folgekosten für den Betrieb der Straßenbahn wären von den beiden Nachbarstädten zu tragen. Bislang fährt die Buslinie 30 von Frankfurt nach Bad Vilbel mit täglich bis zu 5000 Fahrgästen.

Zuletzt wurde auch eine Verlängerung der Frankfurter Straßenbahn nach Neu-Isenburg, Dreieich und Langen in einer Potenzialstudie untersucht, ebenfalls mit positivem Ergebnis.

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