Eine Ampel gegen den Schleichverkehr aus Bad Vilbel.
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Eine Ampel gegen den Schleichverkehr aus Bad Vilbel.

Berkersheim

Eine Lösung für den Heiligenstockweg

Eine Ampel soll den Schleichverkehr von Bad Vilbel nach Berkersheim regulieren, ohne die Straße zu sperren. Das sorgte zunächst für Furore. In der kommenden Woche berät der Ortsbeirat 10 über die Verkehrslage.

Von Philip Dingeldey

Erst sorgte die probeweise aufgestellte Pförtnerampel am Heiligenstockweg für Furore zwischen den Berkersheimer Bürgerinitiativen sowie zwischen dem Stadtteil und den Nachbarn aus Bad Vilbel. Denn die Ampel soll den Schleichverkehr von Bad Vilbel durch Berkersheim regulieren, ohne die Straße zu sperren. Der Durchgangsverkehr beschäftigt auch den Ortsbeirat 10 in seiner kommenden Sitzung.

Die FDP etwa beantragt, dass das Verkehrsdezernat, in Abstimmung mit dem Regierungspräsidium Darmstadt, die Ampel dauerhaft einrichten solle. Denn es sei ersichtlich, dass sie ihren Zweck erfülle: Durch den Stadtteil gäbe es keinen dauerhaften Schleichverkehr mehr. Auch verbessere die Ampel den Verkehrsfluss, da sich so der Verkehr an der Kreuzung vom Dachsberg und der Homburger Landstraße nicht mehr zurückstaue.

Anders sieht das die SPD. Sie möchte vom Magistrat erfahren, unter welchen Bedingungen eine Sperrung des Heiligenstockweges möglich sei, da die provisorische Ampel nicht den ursprünglichen Wünschen des Ortsbeirates entspreche. Ursprünglich hatte das Gremium für eine Sperrung des Heiligenstockweges in den Morgenstunden gestimmt.

Die CDU will noch auf eine andere Art Berkersheim und Preungesheim vom Durchgangsverkehr entlasten: Sie will das Linksabbiegen aus der Homburger Landstraße in die Friedberger Landstraße nach Bad Vilbel ermöglichen. So ließen sich Rückstaus vermeiden, und Fahrer aus Vilbel könnten diese Strecke problemlos fahren, ohne die beiden Viertel zu passieren.

Auf Wunsch der Partei solle zudem das Verkehrsdezernat im Ortsbezirk mehr Park-and-ride-Parkplätze ermöglichen. Das würde den Durchgangsverkehr minimieren und den öffentlichen Nahverkehr stärken. Der CDU zufolge könne man den öffentlichen Nahverkehr auch stärken, indem man die Buslinie 25 in Berkersheim über die S-Bahnstation hinaus mit der Buslinie 39 verbinde. Das sei im Interesse von Pendlern und Schülern im Norden Frankfurts.

Die Friedberger Landstraße beschäftigt auch die fraktionslose Pia-Inka Körner. Sie möchte wieder eine Abbiegemöglichkeit von der Homburger Landstraße auf die Friedberger Landstraße in Richtung Autobahn 661 schaffen. Denn es komme nicht nur zu Staus, sagt sie, sondern der erhöhte Andrang auf die verbleibende Abbiegespur zur Dortelweiler Straße führe zu gefährlichen Wendemanövern einiger Autofahrer.

Die Ortsbeiratssitzung findet am Dienstag, 8. September, 19.30 Uhr im Saal der Gaststätte Lemp, Berkersheimer Obergasse 12, statt.

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