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Nach dem Protest ist vor dem Protest: Hier demonstrieren Klimaaktivisten gegen die Automesse IAA.

Fridays for Future

Eine ganze Woche Klimaprotest in Frankfurt

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Auch in Frankfurt rufen die Aktivisten von den „Fridays for Future“ zum Klimastreik am 20. September auf. Die Bewegung will die ganze Gesellschaft erreichen.

Kaum sind die Massendemonstrationen gegen die Automesse IAA beendet, stehen die nächsten großen Klimaproteste in Frankfurt an. Die Protestbewegung „Fridays for Future“ ruft für kommenden Freitag, 20. September, zu einem Aktionstag auf, der sich in einen „Globalen Klimastreik“ der Bewegung in vielen Ländern der Erde einreiht. Anlass ist der einen Tag später beginnende Klimagipfel der Vereinten Nationen in New York; am Freitag will zudem die Bundesregierung ihre künftige Klimapolitik präsentieren. Im Anschluss will die Protestbewegung in Frankfurt noch bis Freitag, 27. September, eine „Woche für das Klima“ veranstalten und das Thema Klimaschutz sieben Tage lang mit Aktionen, Diskussionen und einem Klima-Protestcamp am Mainufer vorantreiben.

Proteste Am Freitag, 20. September, rufen die „Fridays for Future“ zum „Globalen Klimastreik“ in Frankfurt auf. Vormittags soll es einen Sternmarsch zum Opernplatz geben, die Treffpunkte sind die Galluswarte um 10.30 Uhr, der Hülya-Platz um 11 Uhr und der Eiserne Steg um 11.30 Uhr. Ab 12 Uhr gibt es eine Kundgebung an der Alten Oper, ab 13 Uhr zieht eine Demonstration durch die Innenstadt. Danach soll es friedliche „Massenaktionen“ geben.

Ab Samstag, 21. September, veranstaltet die Protestbewegung eine „Woche für das Klima“, in der es jeden Tag einen anderen Schwerpunkt gibt. Bis Freitag, 27. September, sind ein Protestcamp am Main, Aktionen und Diskussionen geplant. Die jungen Aktivisten rufen die ganze Stadtgesellschaft auf, sich an den Protesten zu beteiligen.

Mehr Infos im Netzunter der Adresse www.fridaysforfutureffm.de

Die wöchentlichen Demonstrationen von Schülerinnen und Schülern für mehr Klimaschutz reichten aufgrund der Dringlichkeit des Themas nicht mehr aus, sagte Asuka Kähler von der Frankfurter Ortsgruppe der „Fridays for Future“ am Montag. Man wolle die gesamte Gesellschaft zum Protest animieren und mit friedlichen Massenaktionen den Druck auf die Politik erhöhen. „Unser System baut auf der Ausbeutung von Mensch und Natur auf und ist in dieser Form nicht zukunftsfähig“, sagte Kähler. Man ziele auf umfassende Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft, um die globale Erwärmung aufzuhalten und die Gesellschaft solidarischer zu gestalten. „Die Krise betrifft alle, da die Folgen bereits jetzt zu spüren sind“, sagte Kähler.

Für den Aktionstag am kommenden Freitag plant die Protestbewegung einen Sternmarsch, eine Kundgebung auf dem Opernplatz und anschließend eine Demonstration, auf der die „Fridays for Future“ den Schulterschluss mit NGOs, Parteien, Gewerkschaften und antikapitalistischen Linken suchen. Mit sechs Demo-Blöcken soll gezeigt werden, wie breit die Klimabewegung geworden ist. Man wolle von einer Bewegung von Schülerinnen und Schülern zu einer gesamtgesellschaftlichen Bewegung werden, so die jungen Aktivisten. Nach der Demo rufen die „Fridays for Future“ zu „Massenaktionen“ auf, zu denen noch keine Details mitgeteilt werden.

Bei der anschließenden Protestwoche soll es um Themen wie Verkehr, Stadtplanung, Landwirtschaft und Energiewende gehen. Aktionen, Debatten und Filmvorführungen sind vor allem nachmittags geplant, „damit möglichst viele Menschen kommen können“, wie die Aktivistin Alena Parra Mura sagte. Es gehe unter anderem darum, sich auf den verschiedenen für das Klima wichtigen Feldern weiterzubilden.

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