1. Startseite
  2. Frankfurt

Ein Preis für vorbildliche Initiativen und Projekte zur Inklusion

Erstellt:

Von: Peter Hanack

Kommentare

Rollstuhlbasketballer zeigen Schülern Inklusionssport.
Rollstuhlbasketballer zeigen Schülern Inklusionssport. © Renate Hoyer

Ein breites Bündnis will gute Ideen für das gemeinsame Leben und Lernen von Menschen mit und ohne Behinderung auszeichnen. Die Frankfurter Rundschau begleitet den neuen Hessischen Inklusionspreis als Medienpartnerin.

Kindertagesstätten, Schulen und Vereine aus Hessen können sich in diesem Jahr zum ersten Mal für den „Hessischen Inklusionspreis“ bewerben. Der frisch ausgelobte Preis soll „den vielen länger bestehenden und neu entwickelten inklusiven Ansätzen in diesem Bundesland zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen“, heißt es in der Ausschreibung. Verliehen werden soll die Auszeichnung anlässlich des nächsten Europäischen Aktionstags zur Gleichstellung der Menschen mit Behinderung; das ist der 5. Mai kommenden Jahres.

Der Preis wurde von der Gruppe Inklusionsbeobachtung ins Leben gerufen. In dieser haben sich 2012 der Landesbehindertenrat, der Landesausländerbeirat, die Elterninitiativen Gemeinsam leben Hessen e. V. und Elternbund Hessen e. V., die Landesschüler:innenvertretung sowie der Landesverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Hessen zusammengeschlossen.

Gemeinsam begleiten sie die Umsetzung des Rechtsanspruchs auf inklusive Bildung kritisch und konstruktiv. Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention, die 2009 in Kraft getreten ist, verpflichtet die Vertragsstaaten zur Errichtung eines inklusiven Bildungssystems.

Vergeben werden jeweils drei Preise für die Bereiche Kitas, Schulen und Vereine in einem Gesamtwert von 3000 Euro. Die Initiatorinnen und Initiatoren legen Wert auf ein unkompliziertes und offenes Bewerbungsverfahren. Es können sich alle bewerben, die besonders gelungene inklusive Ansätze verwirklichen.

Das bedeutet etwa, die Bedürfnisse von jungen Menschen mit Behinderung in den Blick zu nehmen oder das gemeinsame Erleben und Lernen von Menschen mit und ohne Behinderung zu ermöglichen. Besonders angesprochen sind auch Projekte mit einem Pioniercharakter, die also etwas Neues ausprobieren. Die Rechtsform und die Trägerschaft der sich bewerbenden Einrichtungen spielen dabei keine Rolle.

Das mit der Verleihung des Inklusionspreises verbundene Ziel ist es, Öffentlichkeit zu erzeugen und Anerkennung für bestehende inklusive Ansätze zu schaffen. Damit soll auch zum Nachahmen angeregt werden. Gleichzeitig will die Gruppe Inklusionsbeobachtung nicht darin nachlassen, „von den Verantwortlichen in Politik und Verwaltung gute Rahmenbedingungen für inklusive Bildung einzufordern“, wie es in der Ankündigung zum Preis heißt.

Über die Vergabe entscheidet eine sechsköpfige Jury. Dieser gehören Julius Jasperbrinkmann (Landesschüler:innenvertretung), Birgid Oertel (Elternbund), Natalia Bind (Landesausländerbeirat), Kathrin Langsdorf (Gemeinsam leben Frankfurt), Thilo Hartmann (GEW Hessen) und Naxina Wienstroer (Landesbehindertenrat) an. Die Frankfurter Rundschau begleitet die Initiative als Medienpartnerin. FR

Bewerbungen um den Hessischen Inklusionspreis sind ab sofort und bis zum Ende des Jahres möglich. Nähere Informationen dazu gibt es im Internet unter der Adresse www.gib-hessen.de

Auch interessant

Kommentare