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Ein Herz für die Frankfurter Bürgerinitiativen

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Von: Thomas Stillbauer

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OB-Kandidat Tilo Schwichtenberg will die Basis stärken, das Stadtgrün und kostenlosen ÖPNV.

Er hat lange gewartet, ehe er sich offenbarte, inzwischen ist es offiziell: Auch Tilo Schwichtenberg will Oberbürgermeister werden. Der 53-jährige Stadtverordnete der Gartenpartei, Kameramann und Solartechnikhändler sieht sich als Verbündeter der Initiativen. „Ich möchte der Bürgermeister der Bürgerinitiativen und Vereine sein“, begründet er, warum er OB werden will. „Die Bürgerinitiativen würden täglich bei mir ein und aus gehen.“ Ihnen gelte, erste Amtshandlung, eine Einladung in den Römer. Frankfurt habe viele gute Bürger- und Verkehrsinitiativen, „die keine Beachtung finden in der Politik“.

Auf seiner Agenda als OB würden der Erhalt von Grünflächen und nachhaltiger Wohnraum ganz oben stehen, kündigt Schwichtenberg an. Er will die Verdrängung von Mieterinnen und Mietern ebenso stoppen wie die Versiegelung der Böden und die Überhitzung der Stadt. Sinnloses Wachstum und Großbauprojekte hätten unter einem OB Schwichtenberg künftig einen schweren Stand. Auch Frankfurt „exorbitant wachsen“ zu lassen hält er für falsch.

„Mieten runter“ und „Wald statt Asphalt“ gehören zu einer Reihe von Slogans, die sich der Kandidat für den Wahlkampf zurechtgelegt hat. Er schätzt die klaren Worte: „Frankfurt hat wenig gute Politiker“, konstatiert er. Und: „Die Menschen hier werden veräppelt“, bezogen auf fehlenden günstigen Wohnraum.

Ein OB Schwichtenberg würde sich für kostenlosen öffentlichen Nahverkehr einsetzen und ihn in den „ersten Jahren“ mit dem Geld finanzieren, dass durch den Verzicht auf weiteren Autobahnbau gespart werden könne. Den Riederwaldtunnel und besonders die Rodung des Waldes dafür lehnt er ab.

„Ich bin hier geboren in Frankfurt. Und auch immer hier geblieben“, sagt Tilo Schwichtenberg. Einige Jahre hat er studiert, Ethnologie, Politik und Biologie, das Grundstudium abgeschlossen, dann Brötchen gebacken auf dem Dottenfelderhof in Bad Vilbel. Jetzt sieht er sich breit aufgestellt als Kameramann mit dem Solartechnik-Standbein. „Einen Taxischein habe ich auch noch, obwohl die Zeit lange vorbei ist“, sagt er. „War aber immer nett, mit den Menschen zu plaudern im Taxi.“ ill

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