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Ein Buchladen abseits des Üblichen

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Von: Sabine Schramek

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Der Autor (r.), dessen Pseudonym Cole Brannighan ist, im Gespräch mit einer Kundin. Rainer Rüffer
Der Autor (r.), dessen Pseudonym Cole Brannighan ist, im Gespräch mit einer Kundin. Rainer Rüffer © Rüffer

innenstadt Autorinnen und Autoren beraten beim Kauf der Bücher und signieren diese auf Wunsch auch gleich.

Eis und Schnee, klirrende Kälte, atemberaubende Fjorde: Gelingt es Cole Brannighan, Julia Fraczek als begeisterte Kundin und Leserin für seinen Thriller „Botschaft in Stücken“ zu gewinnen? Doch er hat Glück, auch wenn die junge Autorin und Buchbloggerin das Buch gar nicht für sich selbst sucht. „Ein Geschenk für meine Mutter, die gerne Thriller liest und ein Norwegenfan ist“, erklärt sie.

Damit gehört sie genau zu den Interessent:innen, auf die Sandra Thoms hofft, Buchhändlerin der Online-Buchhandlung Baker Street bei Bedey & Thoms Media: Für Passant:innen, die in der Innenstadt unterwegs sind und auf dem Weg zum Weihnachtsmarkt noch nach Geschenken suchen, hat sie für das zweite Adventswochenende zusammen mit dem Netzwerk Schöne Bücher und der Marketingagentur „Skoutz“ den „Kleinen Weihnachtsbuchladen-Pop-Up Store“ im Haus des Buches in der Berliner Straße 27 eröffnet.

„Sonst nutzen wir den Raum im Erdgeschoss für Konferenzen, doch an einigen Tagen im Jahr steht er einfach leer und ungenutzt da“, sagt Thoms. Grund genug, einen Versuchsballon zu starten und mehr als 150 Interessierte mit Belletristik zu den Themen Krimi, Liebe und Fantasy zu begrüßen. Und dazu auch ein paar Autor:innen einzuladen, die beraten und die verkauften Bücher auf Wunsch gerne signieren.

Dazu gehört Cole Brannighan, der mit bürgerlichem Namen Ali Kacar heißt, ebenso wie Carin Müller, die unter dem Pseudonym Charlotte McGregor schottische Liebesromane schreibt. Auch Lilly Labord ist da, vielen Frankfurter:innen auch als Gundel Limberg bekannt. Doch der „Pop-Up Store“ will auch weniger bekannten Autoren abseits des Mainstreams eine Chance geben, wie Thoms betont: „Die Romane aus den Bestseller-Listen gibt es in den großen Buchhandlungen zu kaufen, für die braucht man auch keine persönliche Autorenberatung mehr“, findet sie. Mit zum Programm gehören auch Frankfurter Autor:innen, die ihren Romanen wie Meddi Müller durch Ermittler:innen mit Migrationshintergrund und einem gewissen Humor eine besondere persönliche Note geben.

„Mehr als ein bis zwei Tage Öffnungszeit ist bislang personell auch vor Weihnachten nicht mehr zu schaffen“, räumt Thoms ein. Doch es soll bald weitere Gelegenheiten geben: So ist etwa an einen temporären Buchladen mit speziellen Angeboten und Events zu Ostern oder auch in den Sommerferien gedacht.

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