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Trude Simonsohn, hier bei der Verleihung des Ehrenbürgerrechts 2016 in der Paulskirche.

Goethe-Universität

Ehrung gegen das Vergessen

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An der Goethe-Uni werden Räume nach der Holocaust-Überlebenden Trude Simonsohn und der Widerstandskämpferin Irmgard Heydorn benannt.

Die Goethe-Universität wird am heutigen Mittwoch bei einer öffentlichen Feierstunde einen Seminarraum in „Trude Simonsohn und Irmgard Heydorn-Saal“ umbenennen. Der Anlass: Trude Simonsohn ist Überlebende des Holocaust. Irmgard Heydorn war NS-Widerstandskämpferin. Beide Frauen gelten als wichtige Zeitzeuginnen für das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus.

Der AStA der Goethe Universität begrüßt, so AStA-Vorsitzende Kyra Beninga, die vom Präsidium offizielle Umbenennung des Seminarraumes. Die öffentliche Feierstunde ist im Raum Cas 1.811 am Campus Westend im Casino Gebäude um 17.30 Uhr. Der Historiker Michael Roth der Justus-Liebig-Universität Gießen wird nach der Begrüßung durch Uni-Prädistentin Birgitta Wolff einen Vortrag zu „Frauen im Widerstand gegen den Nationalismus“ halten. Vor drei Jahren ehrte die Goethe-Universität bereits Trude Simonsohn, die Theresienstadt und Auschwitz überlebte, sowie Irmgard Heydorn, die aktiv im Widerstand gegen das NS-Regime in Deutschland.war Anlass damals war der 95. Geburtstag von Trude Simonsohn und der 100. Geburtstag von Irmgard Heydorn – beide waren eng mit der Goethe-Universität verbunden.

Ihre Freundschaft und ihr gemeinsames Auftreten in Schulen und vor Studierenden der Goethe-Universität seien deutschlandweit eine wirkliche Ausnahme gewesen, betont AStA-Vorsitzende Beninga. Der Hetze gegen den Widerstand in Deutschland und das Vergessen gegenüber dem Massenmord an der jüdischen Bevölkerung Europas seien Simonsohn und Heydorn unermüdlich entgegengetreten. Irmgard Heydorn starb im Mai 2017. Die 98-jährige Trude Simonsohn schafft es aus gesundheitlichen Gründen nicht zur Feier. (rose(

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