NS-Zeit in Frankfurt

Ehre für Lore Wolf

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Eine Gedenktafel soll an Lore Wolf, eine Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime, erinnern. Einen Text hat die Senioreninitiative Höchst schon formuliert.

Die Senioreninitiative Höchst möchte mit einer Gedenktafel an die Widerstandskämpferin Lore Wolf, (1900-1996), erinnern. Bereits 1991 ehrte die Stadt Frankfurt Lore Wolf (1900-1996) für ihren Widerstand gegen das NS-Regime mit der Johanna-Kirchner-Medaille.

Wolf lebte zwischen 1924 und 1934 in Höchst: zunächst in der Gerlachstraße 24, anschließend in der Paul-Schwerin-Straße 2b. Ab 1933 wurde sie als Kommunistin und Mitglied der Widerstandsgruppe „Rote Hilfe“ verfolgt. Seit 1934 lebte Lore Wolf im Exil, erst im Saargebiet, dann in Frankreich und in der Schweiz. Sie unterstützte emigrierte NS-Verfolgte und ihre Angehörigen und war mit der Schriftstellerin Anna Seghers befreundet. In Paris verraten, wurde Lore Wolf 1940 zu zwölf Jahren Zuchthaus verurteilt und 1945 aus dem KZ Fuhlsbüttel befreit.

Mit dem Institut für Stadtgeschichte hat die Senioreninitiative einen Text für die in geschliffenem Edelstahl vorgesehene Gedenktafel formuliert. Sie soll am Torbogen des Gebäudekomplexes Gerlachstr. 24/ Paul-Schwerin-Straße 2b angebracht werden. Nach der mehrheitlichen Zustimmung des Ortsbeirates 6 zu dem Text müssen nun noch das Denkmalamt – der Gebäudekomplex steht unter Denkmalschutz – und der Eigentümer des Gebäudes, der städtische Immobilienkonzern ABG, ihr Einverständnis erteilen.

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