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Verwirrung um Runden Tisch zum Grünzug Eckenheim

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Von: Fabian Böker

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Diese Wildnis will die Bürgerinitiative erhalten.
Diese Wildnis will die Bürgerinitiative erhalten. © Peter Jülich

Ortsbeirat und Bürgerinitiative sind sich uneinig über das Vorgehen beim Grünzug.

Läuft der Runde Tisch zum Grünzug Feldscheidenstraße in Eckenheim schon oder noch nicht? Um diese Frage gab es bei der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates 10 (Preungesheim, Eckenheim, Bonames, Frankfurter Berg, Berkersheim) eine hitzige und bisweilen scharfe Diskussion. Im Mittelpunkt stand dabei die Bürgerinitiative Grünzug Eckenheim.

Einig waren und sind sich alle Beteiligten erst einmal darin, dass es einen Runden Tisch geben soll. Den hatte Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) bei einem Vor-Ort-Termin Mitte September zugesagt. So lange sollte auch der zweite Bauabschnitt nicht angegangen werden. Einen Termin für die Zusammenkunft gibt es bisher nicht. Ein Antrag der SPD, in dem unter anderem nach diesem Termin gefragt wird, wurde auf die kommenden Sitzung des Gremiums verschoben.

Diskutiert wurde in der jüngsten Sitzung aber trotzdem, und das schon im Rahmen der Bürgerfragestunde. Aufhänger war ein E-Mail-Verkehr zwischen Heilig, Mitgliedern des Ortsbeirates und der Bürgerinitiative. Der FR liegen die Mails vor. In einer davon listet ein Vertreter der Initiative mehrere Punkte auf. So habe die BI mit dem Tag des Erntedank-Kaffees, einer von ihr organisierten Veranstaltung im Grünzug, den Runden Tisch eröffnet, der sich – zweitens – „somit im laufenden Prozess befindet“. In der Antwort von Heilig heißt es ganz allgemein, dass diese Darstellung korrekt sei.

Aufräumaktion

Am Samstag , 21. Januar, findet von 10 bis 15 Uhr eine Aufräumaktion durch die Bürgerinitiative Grünzug Eckenheim statt. Bei der FES ist die Aktion als Bürgersammeltag angemeldet, teilnehmen können auch Nicht-Mitglieder der BI.

Gesäubert wird an diesem Tag der Bereich des Grünzugs, der als zweiter Bauabschnitt gilt, also das Areal rund um den Ami-Spielplatz, zwischen Gederner Straße, Feldscheidenstraße und Kurzröderstraße.

Nach Angaben der BI hat die FES bereits Material wie Handschuhe, Zangen und Mülltüten zur Verfügung gestellt.

In einem ersten Schritt sollen damit vor allem Plastikmüll, Glas und Bodenmüll gesammelt werden. Für die Entsorgung größerer Dinge wie Sperr- und Hausmüll laufen Gespräche mit der FES und dem Ortsbeirat. bö

Das wollen mehrere Mitglieder des Ortsbeirates so nicht stehen lassen. Zum Beispiel Gero Gabriel. „Ich halte es für unverständlich bis unsinnig, dass ein Runder Tisch dadurch als eröffnet gilt, dass einer von mehreren Beteiligten eine Veranstaltung durchführt“, so der Fraktionsvorsitzende der CDU. Man könne einen Runden Tisch, der dem Zusammenbringen verschiedener Standpunkte und Interessengruppen dient, nicht eröffnen, „wenn nicht alle zusammen an einem Tisch sitzen“. Auch Ortsvorsteherin Wera Eiselt (Grüne) sieht das so. Ihrer Meinung nach müsse das Umweltdezernat den Runden Tisch einberufen.

Michael Bartram-Sitzius, Fraktionsvorsitzender der SPD, stört sich an einer weiteren Aussage aus dem E-Mail-Verkehr. Darin sagt Umweltdezernentin Heilig: „Ich habe zugesagt, dass die BI im Rahmen eines Runden Tisches zum Grünzug Feldscheidenstraße einen Entwurf für eine Planung erstellt, die wir dann mit der BI / Runden Tisch beraten.“ An eine solche Zusage könne er sich nicht erinnern – womit er im Ortsbeirat nicht alleine ist.

Heilig selbst will sich nicht äußern. Eine Nachfrage beim Dezernat ergibt aber, dass es sich wohl um eine Frage der Begrifflichkeit handelt. Dass der BI zugesagt wurde, ein Konzept für den Bereich des zweiten Bauabschnitts rund um den Ami-Spielplatz zu erstellen, stimme. Danach sollen sich dann alle Beteiligten zusammensetzen. Die Erstellung des Konzeptes sei somit mindestens eine Vorarbeit zum Runden Tisch. Ob er damit offiziell auch schon eröffnet sei oder nicht, sei Interpretationssache, ist von einer Sprecherin zu hören.

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