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Runder Tisch zum Grünzug Feldscheidenstraße

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Der Vor-Ort-Termin am Donnerstag war gut besucht. Im Hintergrund sind die neuen Wege zu sehen.
Der Vor-Ort-Termin am Donnerstag war gut besucht. Im Hintergrund sind die neuen Wege zu sehen. © Rolf Oeser

Umweltdezernentin Rosemarie Heilig will Gespräche mit Anwohnern und Anwohnerinnen führen, bevor weiter gebaut wird. Das kam bei einem Vor-Ort-Termin heraus.

Es ist ein klares Versprechen an die Bewohner und Bewohnerinnen rund um den neu gebauten Grünzug Feldscheidenstraße: Es wird einen Runden Tisch zum geplanten zweiten Bauabschnitt geben. Das sagte Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) am Donnerstagnachmittag bei einem gut besuchten Vor-Ort-Termin zu. Dafür bekam die Applaus.

Der Runde Tisch, den Quartiersmanagerin Laetitia ten Thije anbot zu organisieren, dürfte spannend werden. Denn am Donnerstag wurde klar, dass es viele Ansichten zu dem Grünzug gibt, der seit Jahren verwildert war, 2015 erstmals umgestaltet werden sollte und seit Februar dieses Jahres genau das wird.

Alleine der bereits weitestgehend fertiggestellte erste Bauabschnitt zwischen der U-Bahn-Station Theobald-Ziegler-Straße und der Kita Gederner Straße rief unterschiedliche Emotionen hervor. Als ein Vertreter des Grünflächenamtes vom Wildwuchs sprach, unter anderem in Form von Brombeeren, entgegnete eine Anwohnerin: „Das war immer so idyllisch hier, so toll.“ Sie bekam Applaus dafür. Ein Jugendlicher ergänzte, dass er an diesen Ort ganz viele Erinnerungen habe, hier immer als Kind gespielt habe. Dem stellte Gero Gabriel, Fraktionsmitglied der CDU im Ortsbeirat 10 (Eckenheim, Preungesheim, Bonames, Berkersheim, Frankfurter Berg) ganz nüchtern eigene Erfahrungen entgegen: Solange das Areal brachlag, habe es dort Ratten, Sperrmüll und Dreck gegeben. „Ich hatte immer unzählige Beschwerden auf dem Anrufbeantworter.“

Im Fokus stand aber der zweite Bauabschnitt rund um den Ami-Platz und die angrenzenden Gärten. „Die dortige Wildnis muss auf jeden Fall erhalten bleiben“, forderte Manuela Jatsch als Sprecherin der Bürgerinitiative „Grünzug Eckenheim“. Sie sei wichtig als Naherholungsgebiet und als Kühlungsfläche, gerade in solchen extrem heißen Sommern wie in diesem Jahr.

Da stimmte ihr nicht nur Gero Gabriel zu, als er sich vor Ort umschaute. „Das muss erhalten werden. Hier weitere Wege zu bauen ist unnötig.“ Darauf verwiesen auch weitere Mitglieder der Initiative: Die bestehenden Wege auf beiden Seiten des Baugebietes würden ausreichen für den Fuß- und Radverkehr.

Dezernentin Heilig forderte die Bürgerinitiative schließlich auf, ein Konzept zu erarbeiten, auf dessen Basis dann der Runde Tisch einberufen wird. „Das werden wir jetzt tun, unter Einbeziehung aller Bedürfnisse der Anwohner und Anwohnerinnen“, sagte Manuela Jatsch.

Um die von einigen Engagierten geplante Ausweitung eines bestehenden Gemeinschaftsgartens soll es dabei aber noch nicht gehen. Jatsch konzentriert sich auf den Erhalt der Wildnis. Und Einigkeit herrscht auch in Sachen Gemeinschaftsgarten nicht unbedingt. Beim Vor-Ort-Termin gab ein direkt am Garten wohnendes Paar zu Bedenken, dass es bereits jetzt in den Abendstunden oft sehr laut sei.

Der Runde Tisch, er dürfte viel Diskussionspotenzial bieten. Und er ist bindend: Man werde nicht mit Arbeiten beginnen, bevor er zusammenkam, so ein weiteres Versprechen von Rosemarie Heilig. Dafür gab es wieder Applaus – von allen.

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