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Raser in der Homburger Landstraße stoppen

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Die Homburger Landstraße ist viel befahren.
Die Homburger Landstraße ist viel befahren. © peter-juelich.com

Seit Jahren bemüht sich der Ortsbeirat, den Verkehr in der Homburger Landstraße zu beruhigen. Auch in der Gießener und der Engelthaler Straße achten Autofahrer nicht auf das Tempolimit. Das soll sich jetzt ändern.

Im Stadtteil Eckenheim soll es mehr Geschwindigkeitskontrollen geben. Das fordert der Ortsbeirat 10 (Preungesheim, Eckenheim, Bonames, Berkersheim, Frankfurter Berg). Konkret geht es dem Gremium um die Gießener und die Engelthaler Straße. Dort sollen die Messungen insbesondere an Wochenenden stattfinden. Laut CDU werde vor allem dann lautstark gerast.

Das Stadtteilgremum will auch Ruhe in die Homburger Landstraße zwischen Weilbrunnstraße und Gießener Straße bringen. Anwohner:innen hatten darüber geklagt, dass das Geschirr in den Schränken wegen der Erschütterungen durch Lastwagen und Busse klirre. „Wenn sich die Autofahrer an das Tempo 30 halten würden, wäre es in Ordnung“, sagt eine Anwohnerin. Die Straße verlocke aber zum Rasen, da man von der Weilbrunnstraße bis zur nächsten Ampel an der Weinstraße blicken könne.

Um die Rasenden in der Homburger Landstraße auszubremsen und um diese sicherer zu machen, hatte Andreas Eggenwirth (FDP) angeregt, einen Fahrradstreifen auf der Homburger einzurichten.

Laut Magistrat ist die Fahrbahn ist aber zu schmal dafür. Nicht einmal Piktogramme, die auf Radfahrende hinweisen, seien ratsam. „Diese Aufmerksamkeitssymbole konterkarieren den Regelfall, dass generell mit Radfahrern auf der Fahrbahn zu rechnen ist.“ Nur in der Weilbrunnstraße könnte auf der Seite des Netto-Markts ein Fahrradstreifen markiert werden, um das Halteverbot zu verdeutlichen.

Für Busse der schnellste Weg

Auf der Homburger Landstraße wäre Platz für einen Radweg, wenn die Stadt diese zur Einbahnstraße erklären würde. Der Verkehr in Richtung Frankfurter Berg könnte über die parallel verlaufende Straße Am Dorfgarten geführt werden. Dagegen spreche aber, dass Autofahrer:innen in Einbahnstraßen erfahrungsgemäß schneller fahren. Zudem fährt die Buslinie 39 dort entlang.

Dem Ortsbeirat wäre es ganz recht, wenn die Linie 39 nicht mehr durch die Homburger Landstraße geführt würde. „Pro Tag fährt die Linie mit 140 Bussen durch diesen Straßenabschnitt, obwohl es dort überhaupt keine Haltestelle und keine Notwendigkeit gibt, da lang zu fahren“, meint Eggenwirth.

Tatsächlich gibt es zwischen der Haltestelle Weilbrunnstraße und der U 5-Endhaltestelle keinen Stopp. Allerdings ist die Fahrt über die Homburger der kürzeste und schnellste Weg. Eggenwirth argumentiert dagegen, dass ein Umweg über den Gravensteiner Platz zwar länger dauert, aber viele Vorteile hätte.

Für die Anwohner:innen an der Homburger fielen die Hälfte der Busfahrten weg, weil in Richtung Berkersheim der Bus an der Weilbrunnstraße abbiegen würde. Und: „Die Eckenheimer bekommen einen Anschluss an den Gravensteiner Platz, wo jeden Freitag ein Wochenmarkt stattfindet.“

So sehen es auch die Grünen und forderten den Magistrat auf, nach alternativen Routen für die Buslinie zu suchen. Der Magistrat betont dagegen, dass die Buslinie 39 eine wichtige Verbindung zwischen den U-Bahn-Haltestellen Ginnheim, Hügelstraße und Preungesheim sei. mit bö

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