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Werner Pfeiffer (rechts) und Oskar Pfreundschuh vor dem Ehendenkmal.

Eckenheim

Platz für Feste in Eckenheim

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Zum 25. Geburtstag wünscht sich der Heimatverein Frankfurt-Eckenheim einen Treffpunkt auf der Georg-Esser-Anlage. Das Jubiläum feiern die Mitglieder Mitte Mai.

Auch im 25. Jahr seines Bestehens hat der Heimatverein Eckenheim noch Visionen. Werner Pfeiffer, Erster Vorsitzender, und Oskar Pfreundschuh, Ehrenvorsitzender, sitzen auf einer Bank der Georg-Esser-Anlage auf dem alten Friedhof des Stadtteils, schauen auf die frisch gemähte Wiese – und stellen sich vor, wie dort ein Ort entsteht, den die Eckenheimer als Treffpunkt nutzen können.

Sie malen sich alles sehr genau aus. Zwei- oder dreimal pro Jahr könnte dort eine Art Stadtteilfest stattfinden. Dafür bräuchte es lediglich ein Festzelt, Bänke, Verpflegungsstände, Dixiklos und eine Bühne. „Auf der können sich dann die Vereine des Stadtteils präsentieren“, sagt Oskar Pfreundschuh.

Werner Pfeiffer ergänzt: „Wenn sich diese Ecke dann erst einmal als Treffpunkt etabliert hat, können sich die Bewohner auch abseits der festen Termine treffen, kennenlernen, ins Gespräch kommen.“ Doch beiden ist bewusst, dass es so einfach dann doch nicht ist. Vor allem auf die Unterstützung der Stadt sei man angewiesen, zum Beispiel bei der Frage nach einem Strom- und Wasseranschluss.

Mit der Kommune hat Pfeiffer auch im Zusammenhang mit dem Ehrenmal zu tun, das in der Georg-Esser-Anlage steht und so etwas wie das Markenzeichen des Heimatvereins ist. Das Grünflächenamt der Stadt hat die Wiese vor dem Denkmal gemäht, nun fehlt noch die Säuberung der Steinplatten mit einem Hochdruckreiniger.

Vielleicht klappt es damit ja bis zum 18. Mai. Dann feiert der Verein sein 25-jähriges Bestehen, mit einem Festakt im Haus Ronneburg. Allerdings nur für geladene Gäste. Für die Feier gab es Zuschüsse, vom Ortsbeirat 10, von der Stadt Frankfurt und vom Land Hessen.

An besagtem Samstag wird es natürlich auch einen Rückblick auf die bisherige Vereinsgeschichte gehen. Die begann bereits 1993, als die Idee einer Vereinsgründung aufkam. Die wurde dann am 21. Juli 1994 vollzogen, zum Vorsitzenden wurde Martin Zahn bestimmt. Zentrale Aufgabe war die Vorbereitung der Feierlichkeiten zum 1200-jährigen Bestehen Eckenheims im Jahr 1995.

Zudem setzte sich eine Kommission daran, eine Chronik des heutigen Stadtteils zu erstellen. Dabei beteiligt: ein gewisser Georg Esser und der Stadtteilhistoriker Oskar Pfreundschuh. Der übernahm später auch den Vorsitz des Vereins, der sich – nach Erscheinen der Chronik 1997 und einer aktualisierten Version 2005 – zum Jahr 2010 hin um die Feierlichkeiten zu einem weiteren Jubiläum kümmern sollte: die Eingemeindung Eckenheims nach Frankfurt im Jahr 1910.

Aber nicht nur ums Feiern ging und geht es dem Verein. Er organisiert Vorträge, bietet bei seinen Veranstaltungen die vereinseigenen Weinsorten Eckemer Gimmersberg, Eckemer Kull und Eckemer Bildstock an, und macht sich bei Ortsbeiratssitzungen für Anliegen des Stadtteils stark. Da schlägt dann meistens die Stunde von Werner Pfeiffer, der kaum eine Sitzung des Gremiums verpasst. Er ist seit sieben Jahren Vorsitzender, nachdem der Verein „kurz vor dem Absturz“ gestanden habe. Mit den Finanzen habe man es damals nicht ganz so genau genommen.

Mittlerweile hat der Verein 46 Mitglieder, zwischen 50 und 93 Jahren. Ganz allgemein will er, so Pfeiffer, „neu zugezogenen Mitbürgern und Mitbürgerinnen unsere gemeinsame Heimat Eckenheim näher bringen, sie über die Geschichte des Stadtteils informieren, Verständnis für die aktuellen Probleme und Erfordernisse wecken und sie anregen, sich für das Stadtteilleben zu engagieren“.

Und noch eine Sache will der Verein zeitnah angehen, auch sie hat wieder mit der Georg-Esser-Anlage zu tun: Handläufe an der Treppe von der Niederbornstraße sollen den Zugang erleichtern.

Der Stadtteil Frankfurt-Eckenheim

Eckenheim hat derzeit 14 427 Einwohner. Eckenheim grenzt im Osten an Preungesheim, im Westen an Dornbusch und Eschersheim, im Norden an den Frankfurter Berg, im Süden an das Nordend.
Eingemeindet wurde Eckenheim am 1. April 1910.
Der Heimatverein wurde am 21. Juli 1994 gegründet. Er hat derzeit 46 Mitglieder. Die treffen sich regelmäßig in der Apfelweingaststätte Scheid „Zur Post“, Eckenheimer Landstraße 302.
Infos gibt es online unter www.heimatvereineckenheim.de und per E-Mail an info@ heimatverein-eckenheim.de.  

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