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Krätscher tanzen um Pokale

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Tim Muth (14) und Cristel Provenzani (13) tanzen seit fünf Jahren bei den Krätschern zusammen.
Tim Muth (14) und Cristel Provenzani (13) tanzen seit fünf Jahren bei den Krätschern zusammen. © hamerski

Der Tanzsport-Club „Die Krätscher“ will sich für die Hessische Meisterschaft und für die Bundesliga qualifizieren.

Seit fast 20 Jahren ist die Filmmusik der Piraten-Reihe „Fluch der Karibik“ fester Bestandteil auf vielen Tanzbühnen. Dort sind auch Cristel (13) und Tim (14) vom Carneval- und Tanzsport-Club „Die Krätscher“ aus Eckenheim zu Hause. So auch am heutigen Samstag beim Qualifikationsturnier in Liederbach, das der Deutsche Verband für Garde- und Schaustanzsport (DVG) ausrichtet. Da geht es für das Tanzsportpaar des Vereins um ein ambitioniertes Ziel: Cristel und Tim wollen mit ihrem Potpourri aus Soundtracks die Qualifikation für die Hessische Meisterschaft am 11. April und sogar den Aufstieg in die Erste Bundesliga erreichen.

Auch die Garden der Krätscher trainieren derzeit mit viel Ehrgeiz: So wollen die Sweet Diamonds, die beim Turniertanz am 13. Februar erfolgreich in die Zweite Bundesliga aufgestiegen sind, ihren Platz in der Rangliste behaupten und sich ebenfalls für die Hessische Meisterschaft qualifizieren. „Die Kampagne musste wegen der Corona-Pandemie und des Russland-Ukraine-Krieges ausfallen, dafür waren für unsere Tänzer die sportlichen Turniere umso wichtiger“, betont Betreuerin Angelika Levy.

Der Weg dorthin war lang: „Ein Jahr lang Training, um dann bei zwei Turnieren über 220 Punkte zu bekommen, da sind schon viel Geduld und Ausdauer gefragt“, stellt die Trainerin Jaqueline Rixen fest. Müssen sich ihre Sweet Diamonds und Solotänzerin Ranja (14) im Gardetanz qualifizieren, so geht es bei Cristel und Tim um Polka: Weniger zackig, dafür etwas verspielter, aber doch nicht weniger anstrengend und herausfordernd.

Ihr Auftritt am heutigen Samstag wird von der Filmmusik von Klaus Badelt und Hans Zimmer zum „Fluch der Karibik“ eingeleitet: Streckübungen und Räderschlagen gehören ebenso zum Programm wie der Rehsprung und die Überkopfhebung. „Vor allem müssen wir darauf achten, dass der Auftritt beim Paartanz mindestens zwei Minuten dauern muss“, erklärt die Trainerin Andrea Vey.

Was einfacher gesagt als getan ist: „Denn manchmal wird die Musik schneller gestellt, und dann können entscheidende Sekunden fehlen.“ Ein Umstand, der beim Training mit zusätzlichen Schritten und Einlagen als „Reserve“ zu berücksichtigen ist.

„Beim Tanzen macht der Wechsel zwischen einfachen und schwierigen Schritten besonders viel Spaß“, findet Emily (9), Enkelin von Angelika Levy und selbst Tänzerin. Die sogenannten Battements, bei denen die Beine mit einem Schlag hochgezogen werden, müssen ebenso stimmig sein wie die Schritte zum Einmarsch. Schließlich gelte es, die Jury zu überzeugen.

1960 wurden die Krätscher gegründet, die „Little Diamonds“, „Diamonds“ und „Crazy Diamonds“ sind aus der früheren Mini-, Midi- und Oldiegarde hervorgegangen. Regelmäßiges Training ein bis zwei Mal pro Woche stehen auf dem Programm, auch für die etwas reiferen Krätscherinnen über 40 Jahren, die „Crazy Diamonds“, die meist Mütter oder Großmütter der Gardemädchen sind. Wobei es bei ihnen nur noch um den Spaß geht.

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