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Marie Menje vom Elternbeirat, Vater Jens Augst und Kitaleiterin Judith Leitner (v.l.) fordern einen Überweg an der Barchfeldstraße. Foto: Friedrich Reinhardt
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Marie Menje vom Elternbeirat, Vater Jens Augst und Kitaleiterin Judith Leitner (v.l.) fordern einen Überweg an der Barchfeldstraße.

Eckenheim

Gefährlicher Übergang

  • VonFriedrich Reinhardt
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Eltern und die Leitung der Kita Herz-Jesu fordern sicheren Zebrastreifen an der Einrichtung an der Barchfeldstraße. Die Stadt sieht bislang keine Notwendigkeit.

Aus Sicht von Eltern und Kita-Leitung gibt es in Sachen Verkehrssicherheit an der Tagesstätte Herz Jesu schlechte und noch schlechtere Tage. Zugeparkt ist der dortige Bordstein jeden Morgen. Jens Augst, Vater einer Fünfjährigen, hat das eine Woche lang dokumentiert. Was die Tage an der Ecke Barchfeld-/Kurzröderstraße unterscheidet, ist die Lücke zwischen den abgestellten Autos.

Ist die Lücke breit genug, wird es nachmittags gefährlich, sagt Kita-Leiterin Judith Leitner. „Die Kinder rennen dann über die Straße auf dem Weg zum Ami-Spielplatz.“ Da die Kinder kleiner sind als die Autos, würden sie von Autofahrenden erst gesehen, wenn sie schon auf der Straße sind.

Stehen die Autos so dicht, dass auch kein Kind sich durchquetschen kann, wird es vormittags gefährlich. Kinder liefen dann auf der Straße um die Park-kolonne herum. Für seine Tochter sei es unlängst brenzlig gewesen, erzählt Augst. Mit einem Laufrad sei sie an den Autos vorbeigefahren. Nahe der Kita-Einfahrt wollte sie auf den Gehweg. „Da war der Bordstein aber so groß, dass sie hingefallen ist.“ In dem Moment fuhr gerade ein Auto rückwärts aus der Ausfahrt. „Ich habe sofort gewinkt. Das Auto blieb stehen, aber hätte es geregnet und die Sicht wäre schlechter gewesen...“

Nach dieser Situation wurde er aktiv. Er dokumentierte die Parksituation und wandte sich an das Straßenverkehrsamt. Seine Forderung: Ein Fußgängerüberweg zwischen der Kita und dem Weg zum Ami-Spielplatz. Die Behörde ließ ihn abblitzen. Zum einen, weil es dafür eine Verkehrszählung brauche, zum anderen, weil in Tempo-30-Zonen üblicherweise keine Fußgängerüberwege eingerichtet würden.

Grundsätzlich ausgeschlossen werden sie damit aber nicht, sagt Augst, der auch Jurist ist. Die Stadt habe da Entscheidungsspielraum. Ganz Eckenheim sei eine Tempo-30-Zone, allein in der näheren Kita-Umgebung habe er acht Zebrastreifen gezählt. Diese stammten vermutlich aus Zeiten einer anderslautenden Straßenverkehrsordnung und hätten Bestandsschutz, sagt Petra Lau, Leiterin des Straßenverkehrsamts. „Oder es liegen besondere Umstände vor, wie zum Beispiel ein darüber führender offizieller Schulweg.“

Aus Sicht ihres Amtes sei der Verkehr an der Kita ausreichend gesichert. Neben der Tempo-30-Zone gebe es das Verkehrszeichen „Achtung Kinder“ und große Piktogramme auf der Straße. Dennoch habe das Amt eine Verkehrszählung angeordnet, ob an der Kita eine Mindestzahl an Fußgängern quere und gleichzeitig eine bestimmte Anzahl von Fahrzeugen fahre.

Jens Augst beruhigt das wenig. Aufschluss könne nur eine Beobachtung während der Stoßzeiten geben. Mit ihrem Anliegen haben sich die Eltern auch an den Ortsbeirat 10 gewandt.

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