Eckenheim

Kein Wlan und zu wenig Platz an Eckenheimer Schule

  • Fabian Böker
    vonFabian Böker
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Die Theobald-Ziegler-Schule hat keinen Zugang zum Internet, außerdem mangelt es ihr an Räumlichkeiten. Der Ortsbeirat will das jetzt ändern.

Corona macht auch vor der Theobald-Ziegler-Schule keinen Halt: Seit dieser Woche gelten für Eltern, die ihre Kinder aus der Ganztagsbetreuung der Grundschule abholen wollen, neue Regeln. Sie dürfen das Gebäude nicht mehr betreten, sondern müssen sich vorher telefonisch melden. Auch abseits von Corona steht die Schule vor einigen Problemen. Im Ortsbeirat 10 wurden diese am Dienstagabend thematisiert.

So fehlen der Schule, die schon seit 30 Jahren integrativen, später dann inklusiven Unterricht anbietet, Räumlichkeiten. Wie Schulleiterin Christina Raab erklärt, würden Räume für Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf benötigt. „Die müssen eben manchmal aus dem Unterricht genommen werden, wenn sie auffallen“, so Raab. „Aktuell sitzen die dann auf dem kalten Boden im Flur.“ Kein tragbarer Zustand, wie sie findet.

Ähnlich sieht es in Sachen Arbeitsräumen für Lehrkräfte aus. „Wir haben ein Lehrerzimmer“, sagt die Schulleiterin. Lehrerinnen und Lehrer müssten aber auch einmal einzeln etwas vor- oder nachbereiten, gerade im Ganztagsbereich. Etwa 200 der aktuell 360 Schülerinnen und Schüler werden ganztägig betreut. Die Lehrkräfte weichen dann oft in Klassenräume aus, doch die werden nachmittags manchmal anderweitig genutzt.

Dabei gebe es für Raab eine Lösung: große, unausgebaute Dachböden. Vergleichbare Flächen wurden vor Jahren bereits ausgebaut, doch aktuell seien solche Arbeiten zu teuer. Das ist die Info, die Raab vom Amt für Bau und Immobilien bekommen hat.

Wlan kommt erst 2024

Das Unverständnis darüber teilt Ortsvorsteher Robert Lange (CDU) mit ihr. „Was soll an dem Ausbau, den es ja in ähnlicher Form schon einmal gab, problematisch sein?“ Seinem Antrag im Ortsbeirat, die erforderlichen Räume realisieren zu lassen, stimmten alle Fraktionen zu.

Das taten sie auch beim Thema Wlan. Denn das hat die Schule nicht. Gerade in der aktuellen Zeit, in der digitales Lernen und Homeschooling immer wichtiger werden, sei dies ein weiterer untragbarer Zustand, finden Raab und Lange. Laut der Schulleiterin ist ihre Schule erst 2024 an der Reihe, mit Wlan ausgestattet zu werden. „Für uns ist das schwierig, weil wir viele Schüler aus benachteiligten Familien haben.“

Gut gemeinte Ideen der Stadt wie die Bereitstellung von Laptops würden ihren Sinn verfehlen, wenn man diese nur analog nutzen und noch nicht einmal auf Lernprogramme zugreifen könne.

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