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Verwildert wirkt die Fläche zwischen Feldscheidenstraße und Gießener Straße. Dabei ist sie eine wichtige Verbindung.

Stadtentwicklung

Erst kommt der Schulweg

Es gibt neue Pläne zum Grünzug Feldscheidenstraße. Laut Magistrat sollen die Arbeiten im dritten Quartal 2021 beginnen, mit Fokus auf dem Verbindungsweg für Schüler und Schülerinnen.

In die Diskussion um die geplante Neugestaltung des Grünzugs Feldscheidenstraße kommt Bewegung. Der Magistrat hält die Umsetzung des Projektes weiterhin für dringlich. Deswegen soll die Vorlage noch in diesem Jahr eingebracht werden, wie es in einer Stellungnahme heißt. Im Frühjahr 2021 könnte mit dem Bau begonnen werden.

Als erster Bauabschnitt ist der Bereich zwischen der Kita Gederner Straße und der Gießener Straße vorgesehen. Damit kommt der Magistrat teilweise dem Ortsbeirat 10 entgegen. Dieser möchte, dass in diesem Bereich der Schulweg für die Kinder der Theobald-Ziegler- und der Münzenbergerschule als erstes instand gesetzt wird.

Denn die Situation vor Ort ist für Kinder „nicht gerade einladend“, wie es Kira Schuler, Kinderbeauftragte von Eckenheim, ausdrückt. Die Brachfläche zwischen der Feldscheiden- und Gießener Straße, zwischen der Gederner Straße und dem neuen Wohngebiet an der Feuerwehrstraße, ist völlig verwildert. Seit vor 30 Jahren die US-Armee abzog, wuchern hier Sträucher und junge Bäume. Ein schmaler Trampelpfad führt mitten durch das Areal hindurch, quer über den Bolzplatz, wo Eckenheimer Streetworker kleine Turniere für Kinder und Jugendliche organisieren.

Naturnahe Gestaltung

Laut Magistrat soll zwar dieser Verbindungsweg nicht losgelöst von der restlichen Neugestaltung gebaut werden. Er soll aber innerhalb des Bauablaufs an erster Stelle stehen und „sofort nach einer Teilabnahme freigegeben werden“. Laut Grünflächenamt plant man mit neuen Bäumen und regionaltypischen Pflanzen für eine naturnahe Gestaltung. Auch neue Bänke soll es geben. Während die restliche Grünanlage erneuert wird, soll der Schulweg nutzbar bleiben.

Kira Schuler reagiert reserviert auf die Pläne des Magistrats. Sie setzt sich seit Jahren für die Erneuerung des Schulwegs ein. Er wird nicht nur von den Schulkindern genutzt, sondern auch von Anwohnern und Anwohnerinnen der Gederner Straße und der Feuerwehrstraße, wo viele Familien mit Kindern wohnen.

Schuler erinnert daran, dass die ersten Pläne 2015 vorgestellt, die Mittel dafür schon 2017 bereitgestellt wurden. Einige Wege wurden auch schon gerodet, mittlerweile sind sie aber wieder zugewachsen.

„Nun wird es nochmal mindestens ein Jahr dauern – wenn dieser Plan überhaupt eingehalten wird“, bringt sie ihre Zweifel zum Ausdruck. Sie hätte es besser gefunden, wenn der Schulweg schon einmal provisorisch ertüchtigt wird. „Zumindest für Beleuchtung könnte ja gesorgt werden.“ (bö/msr)

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