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Elterntaxis an der Theobald-Ziegler-Schule in die Schranke gewiesen

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Von: Friedrich Reinhardt

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Immer wieder gab es Aktionen zur Verkehrssicherheit an der Theobald-Ziegler-Schule, wie diese im Jahr 2019. Ziel war es, Eltern zu überzeugen nicht als „Schülertaxi“ zu fungieren, sondern die Kinder selbst in die Schule gehen zu lassen.
Immer wieder gab es Aktionen zur Verkehrssicherheit an der Theobald-Ziegler-Schule, wie diese im Jahr 2019. Ziel war es, Eltern zu überzeugen nicht als „Schülertaxi“ zu fungieren, sondern die Kinder selbst in die Schule gehen zu lassen. © Monika Müller

Das Pilotprojekt „Schulstraße“ zeigt in der Theobald-Ziegler-Schule Erfolg. Mittels einer temporären Schranke können Eltern ihre Kinder nicht mehr mit dem Auto zur Grundschule fahren. Das Vorbild stammt aus Wien.

An der Theobald-Ziegler-Schule hat das Projekt „Schulstraße“ sein Ziel erreicht. Die Zahl der Elterntaxis konnte deutlich reduziert werden, wie die Stadt mitteilt. „Die Sperrung der Straße zu Schulbeginn zeigte bereits kurz nach Beginn des Projektes Wirkung. Es sind deutlich weniger Elterntaxen geworden.“

Seit Jahrzehnten kämpft die Schule mit den Gefahren, die durch Autos entstehen, mit denen Eltern ihre Kinder zur Grundschule fahren. Vor allem in der schmalen Theobald-Ziegler-Straße neben der Schule knäulten sich die Autos, die Kinder huschten mitten hindurch. Poller verhindern in der Straße die Durchfahrt von der Homburger Landstraße zur Gießener Straße. Die motorisierten Eltern mussten also wenden, um aus der Straße wieder herauszufahren, berichtet Schulleiterin Christina Raab. „Da die Straße so schmal ist, zog sich das Wenden über beide Gehwege. Ganz besonders mit der aktuellen SUV-Generation waren das gefährliche Szenen, die sich da jeden Morgen abspielten.“

Dieses Problem hat seit Ende März das Projekt „Schulstraße“ in die Schranken gewiesen. Während der Schulzeit wurde montags bis freitags die Theobald-Ziegler-Straße in der Zeit von 7.15 bis 8.45 Uhr von Osten aus Richtung Homburger Landstraße kommend durch eine Schranke für Autos gesperrt. Eltern ist es damit unmöglich, ihre Kinder bis direkt vor die Tür zu fahren. Die aufgestellte Schranke wird in den Schließzeiten von der ASB Lehrerkooperative betreut.

Das Projekt hat sich die Stadt bei der österreichischen Hauptstadt Wien abgeguckt. Dort hatte man Elterntaxis mit zeitlich begrenzten Straßensperrungen bekämpft. Nicht nur vor der Schule, auch im umliegenden Wohngebiet sei das Verkehrsaufkommen zurückgegangen, berichtete die Wiener Mobilitätsagentur.

In Frankfurt hatte das Bildungsdezernat mehr als 200 Schulen angeschrieben, davon hatten sich zehn Schulen beworben, um beim Pilotprojekt mitzumachen. Letztlich wurde die Theobald- Ziegler-Schule ausgewählt. Überzeugt hatte die Stadt auch, dass die Grundschule viel versucht hatte, das Problem zu lösen. Mal hat das Ordnungsamt Informationsflyer der Aktion Schulweg-Safari an die Eltern verteilt. Mal bekamen die Kinder Stempel, wenn sie zu Fuß zur Schule kamen. Aber stest habe es einige wenige, unbelehrbare Eltern geben, so die Schulleiterin. Der größte Teil der Elternschaft habe das Projekt „Schulstraße“ daher begrüßt.

Der Erfolg der temporären Straßensperrung zeigt sich auch darin, dass die Zeit verringert werden konnte, in der die Schranke geschlossen ist. Statt anderthalb Stunden auf eine Stunde von 7.30 bis 8.30 Uhr, wie der Magistrat mitteilt. msr

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