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So sah es nach den Herbstferien auf dem Schulhof aus. Die Container fehlten schon damals.

Eckenheim

Eckenheim: Münzenbergerschule muss weiter warten

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Eine Firma scheitert bei der Anlieferung von dringend benötigten Containern: Die Einfahrt ist zu klein.

Es wird immer skurriler: Auf dem Schulhof der Münzenbergerschule sind noch immer keine Container aufgestellt worden. Dabei wurden sie am vergangenen Freitag sogar angeliefert. Doch es gab ein Problem: Die Einfahrt war zu schmal, die Fahrzeuge passten nicht durch.

Vertreter des Schulelternbeirates (SEB) standen kopfschüttelnd da: Fast sieben Stunden wurde am Freitag im Regen rangiert, ausprobiert, um Zentimeter gerungen. Doch keine Chance: Die Lastwagen mit den Containern passten nicht durch die Zufahrt zum Schulhof.

Es ist die einzige Zufahrt zum Gelände. Und die war zu eng. Auf der einen Seite wird sie durch eine Fluchttreppe begrenzt, auf der anderen durch einen Baum. An dessen unteren Ende habe der Abstand zwar gepasst. Aber, so Sabine Balk vom SEB lakonisch, „man hat halt vergessen, auch im oberen Bereich zu messen“. Günter Murr, Sprecher des Amtes für Bau und Immobilien, bestätigt die Vorgänge.

Die Schuld liege bei der ausführenden Firma, so Murr. „Es wäre deren Aufgabe gewesen, sich die Gegebenheiten vor Ort anzuschauen.“ Dass es überhaupt eng werden könnte mit den Containern, ist laut ABI ebenfalls der Firma anzulasten. Denn eigentlich sollte die kleinere Container liefern (und das ja auch schon in den Herbstferien), hat das aber versäumt. Nach zahlreichen Versuchen der Stadt, die Firma zu erreichen, und einem spontan anberaumten Gespräch zwischen Schulvertretern und ABI kam es dann in der vergangenen Woche zu einer Einigung: Am Freitag sollten zumindest zwei der fünf Container – in einer größeren Variante als geplant – geliefert werden. Dieses Vorhaben endete dann im eingangs beschriebenen Debakel.

Container porös und rostig

Damit nicht genug. Die Container, die angeliefert wurden, waren alles andere als neu. Fotos, die der FR vorliegen, zeigen, dass die Bauwerke an einigen Stellen porös und rostig sind. „Die scheinen ziemlich alt zu sein“, vermutet Sabine Balk.

Wo die Container jetzt sind, wissen weder Schule noch Stadt. Auch nicht, wann und wie es mit ihnen oder anderen Containern weitergeht. Günter Murr erklärt, dass es nun Sache der Firma sei, „eine Lösung zu finden“. Dazu habe man Vorschläge unterbreitet, die Murr aber nicht öffentlich nennen will. Aber – so sieht es auch Sabine Balk – angesichts der baulichen Situation vor Ort kann es nur zwei Varianten geben: Entweder der Baum kommt weg, oder die Stahltreppe wird temporär abmontiert. Die Stadt wartet – wieder einmal – auf eine Rückmeldung der Containerfirma.

Die Möglichkeit, einfach doch – wie vereinbart – die kleineren Container zu liefern, schließt Günter Murr nach seinen bisherigen Erfahrungen aus. Er gibt zu: „Die ganze Situation ist sehr ärgerlich, für alle Beteiligten.“

Und sie hat eine weitere Dimension. Denn nach den zwei Containern sollen drei weitere geliefert werden, die oben drauf kommen. Dazu aber wird eine Stahlkonstruktion benötigt. Das, so Murr, habe die Firma einfach nicht beachtet.

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