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Desolate Zustände: Räumlichkeiten der Münzenbergerschule in Eckenheim.

Eckenheim

Eltern fordern Containeranlage

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An der Münzenbergerschule in Eckenheim fehlen Räume.

Lehrer, Schüler und Eltern der Münzenbergerschule wissen nicht mehr weiter. Ihre Schule ist dringend sanierungsbedürftig, hat zu wenig Platz und braucht eine neue Turnhalle. Doch alle Briefe, Unterschriftlisten und Vor-Ort-Termine haben bisher nichts gebracht. In der Sitzung des Ortsbeirates 10 am Dienstagabend haben Vertreter der Einrichtung ihrem Unmut noch einmal Luft gemacht.

So erinnerte Kira Schuler, die an der Grundschule arbeitet, daran, dass bei ihrem Dienstantritt vor 13 Jahren schon von einer neuen Turnhalle gesprochen worden sei. Doch passiert sei bisher nichts, obwohl „die Halle nicht nur saniert werden muss, sie muss neu gebaut werden“.

Und nicht nur die Sporthalle bereitet ihr Sorgen. „Wir haben Schimmel im Keller“, sagt Schuler, die auch Kinderbeauftragte in Eckenheim ist, „und die Heizung ist derzeit mal wieder kaputt“. Sabine Balk vom Schulelternbeirat fasste die Eindrücke von Schuler zusammen: „Wir sind entsetzt!“ Und machte auf das aktuell drängendste Problem aufmerksam: die Containeranlage.

Derzeit stehen zwei Container auf dem Gelände an der Engelthaler Straße. Die wurden einst aufgestellt, um die Raumsituation – bis zu acht Klassen- und Arbeitsräume fehlen – zu entschärfen. Doch unterrichtet werde dort nicht mehr, so Balk, da sie veraltet sind. Ein Container stehe ganz leer, der andere werde nur noch für die Frühbetreuung genutzt.

Ersatz sei notwendig, betonte Nina Cölkusu vom Förderverein. Und sie verwies auf Zusagen, die der Schule seitens des Amtes für Bau und Immobilien bereits gemacht worden seien. So sollte die moderne Anlage mit fünf allgemeinen Unterrichtsräumen bereits zum vergangenen Herbst fertig sein. In einem Schreiben vom November hieß es dann seitens des Amtes, dass die Räume nach den Sommerferien 2019 zur Verfügung stünden.

Angesichts ihrer bisherigen Erfahrungen haben sowohl Cölkusu als auch Balk Sorgen, dass auch dieser Termin wieder nicht eingehalten werde. Immerhin werde seit rund 20 Jahren über eine neue Turnhalle gesprochen. Zum generellen Zustand der Schule finden sich im Parlaments-Informationssystem der Stadt Anträge aus dem Jahr 1992.

Ein weiterer solcher Antrag wurde dann auch am Dienstag im Ortsbeirat beschlossen. Demnach soll der Magistrat die Planungen für eine neue Turnhalle und die „sonstigen zu sanierenden oder komplett neu zu bauenden Gebäude“ der Schule zeitlich eingrenzen. In einer Stellungnahme des Magistrats, auf die sich der Antrag bezieht, war lediglich die Rede davon, dass ab dem Haushalt 2019 Planungsmittel für den Neubau einer Halle eingeplant seien. Das ist dem Ortsbeirat zu unkonkret. Daher soll der Magistrat die Pläne auch in einer der nächsten Sitzungen öffentlich vorstellen.

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