Eckenheim

Eckenheim: Innenausbau der Container stockt

  • Fabian Böker
    vonFabian Böker
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An der Münzenbergerschule gibt es schon wieder Verzögerungen. Einen konkreten Termin für die Fertigstellung gibt es nicht. Laut Schulleiterin Iris Braun droht die Stimmung zu kippen.

Es sah nach einem Schrecken mit Ende aus: Als im November und Dezember nach langer Wartezeit Container an der Münzenbergerschule aufgebaut wurden, hatten Lehrer, Schüler und Eltern die Hoffnung, dass nun alles gut werde. Es sollte nur noch der Innenausbau der Container folgen. Anfangs waren die Weihnachtsferien als Fertigstellungstermin geplant. Danach sollten die dringend benötigten Räume für die Erweiterte Schulische Betreuung (ESB) der Kinder genutzt werden.

Nun neigt sich der Februar dem Ende zu – und das vorherrschende Gefühl in der Schulgemeinschaft ist wieder einmal Verzweiflung. Denn der Innenausbau stockt. Die Beobachtungen, die Vertreter der Schule gemacht haben, sind eindeutig.

Schulleiterin Iris Braun hat diese schriftlich festgehalten und sich an Stadtverwaltung und den Ortsbeirat gewandt. So sei die Baustelle in der Woche höchstens an drei Tagen in Betrieb, „manchmal auch gar nicht“. Die einzelnen Handwerker hätten durch die große Terminverschiebung Probleme, denn nun müssen sie parallel auch andere Aufträge abarbeiten und könnten nur mit eingeschränkter Personalstärke vor Ort tätig sein.

Heizungen laufen nicht

Die Heizkörper seien zwar angeschlossen, liefen aber nur im Erdgeschoss. Im ersten Stock sei es kalt und an verschiedenen Stellen der Boden feucht. Die Rauchmelder haben nicht alle installiert werden können, da die Vorarbeiten nicht abgeschlossen waren. Materiallieferungen könnten nicht angenommen werden, gingen zurück und neue Termine müssten abgesprochen werden.

Um abgesprochene Termine geht es auch, wenn man beim Amt für Bau und Immobilien (ABI) der Stadt Frankfurt nachfragt. Sprecher Günter Murr gibt zu, dass „auch wir nicht zufrieden sind mit den Arbeiten. Das läuft nicht so, wie wir uns das vorstellen.“ Wie schon bei der immer wieder verzögerten Errichtung der Container im vergangenen Jahr sei der Kontakt zur ausführenden Firma schwierig. „Sie hält zugesagte Termine nicht ein“, sagt Murr. Und er ergänzt: „Wir hängen da ein bisschen in der Luft.“

Ähnliches musste er auch schon 2019 mehrfach sagen. Damals warteten die Schüler monatelang auf die von der Stadt zugesagte Errichtung der Container. Die sollten ursprünglich im Herbst 2018 kommen, dann zum Schuljahr 2019/2020, später hießt es Herbst 2019. Sie kamen schließlich im November und Dezember.

Schule braucht Räume

Und sie werden dringend benötigt. Denn in der Schule gibt es keinen weiteren Platz mehr. Ein Raum der ESB musste bereits zum Klassenraum umfunktioniert werden. Die Betreuung findet daher teilweise in einem Nebengebäude der Mensa statt, was eigentlich nur eine Übergangslösung darstellen sollte. Iris Braun befürchtet, „dass die Stimmung bald kippen könnte“. Bisher sei die Laune trotz allem noch gut gewesen, aber von den Verantwortlichen der ESB höre sie nun: „Wir können nicht mehr.“

Und mit dem Innenausbau der Container wäre es auch noch nicht getan. Der Schulhof drumherum sei „eine einzige Schotterpiste, durch die bisherigen Arbeiten“, so Braun. Die Wiederherstellung würde sicher weitere Wochen oder gar Monate in Anspruch nehmen.

Das alles, sagt Sabine Balk vom Schulelternbeirat, sei ein Unding. Sie ist über die aktuellen Vorgänge entsetzt. „Ich halte das für eine Frechheit.“ Sie und ihre Mitstreiter seien „gelinde gesagt frustriert und hilflos“. Immer wieder werde man vertröstet und hingehalten. An den ursprünglich kommunizierten Termin der Fertigstellung in den Weihnachtsferien habe man eh schon nicht wirklich geglaubt. Dann hieß es, Ende Januar wäre es soweit, dann wurde das Ende des Monats Februar angepeilt.

Diesen Zeitplan peilt das ABI auch immer noch an. Aber Günter Murr ist ehrlich: „Ich will keinen konkreten Termin nennen.“

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