Eckenheim

In Eckenheim fehlen Anlaufstellen und Begegnungsorte

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Der Ortsbeirat 10 fordert erneut einen Quartiersmanager für den Stadtteil. Die Stadt hatte den Wunsch bislang abgelehnt.

Der Ortsbeirat 10 lässt nicht locker: Abermals einstimmig hat er die Etablierung eines Quartiersmanagements in Eckenheim gefordert. Ähnliche Anträge waren in der Vergangenheit schon mehrfach vom Magistrat abgelehnt worden.

Nun beruft sich die Linke als Antragssteller konkret auf „unzumutbare Lärmbelästigungen“ in der Heinrich-Wilhelm-Römer-Anlage. Anwohner, die auch am Dienstag im Ortsbeirat zu Gast waren, beklagen sich seit Längerem über vornehmlich junge Menschen, die die dortigen Bänke nutzen, um sich zu treffen. Und das meist sehr lautstark – und bis in die Nacht hinein. „Wir können oft die ganze Nacht schlafen“, sagte einer.

Anrufe bei der Polizei brächten nichts, klagten die Betroffenen, sie selbst würden sich zu bestimmten Zeiten kaum noch in die Anlage zwischen Büdinger und Sigmund-Freud-Straße trauen. Ortsvorsteher Robert Lange (CDU) versteht den Frust der Anwohner und rät ihnen, alle Beobachtungen per E-Mail an ihn und an die Polizei zu schicken. Auch sei der Schutzmann vor Ort ein geeigneter Ansprechpartner.

Für die Linke ist die Situation ein erneuter Anlass, ein Quartiersmanagement zu fordern. Denn im Stadtteil würden Räume, Anlaufstellen und Begegnungsorte fehlen. Um die zu schaffen, können ein solches Management helfen. Bürger könnten sich vernetzen, die Infrastruktur könnte verbessert werden.

Einwände von der SPD, dass die bestehenden Probleme eher durch einen Regionalrat oder durch aufsuchende Jugendarbeit gelöst werden können, will Ayse Dalhoff von der Linken nicht gelten lassen. „Ein Quartiersmanagement schließt einen Regionalrat nicht aus.“

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