Nur noch wenige Minuten, dann geht es los: Harald Schick, der Zweite Vorsitzender der Krätscher, schaut auf die Uhr. Foto: Michael Schick
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Nur noch wenige Minuten, dann geht es los: Harald Schick, der Zweite Vorsitzender der Krätscher, schaut auf die Uhr. Foto: Michael Schick

Eckenheim

Eckenheim: Ein dreifaches Helau, bevor die Gäste kommen

  • vonPia Henderkes-Loeckle
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Ein Besuch beim Karnevalverein Krätscher vor Beginn der großen Gala- und Kostümsitzung.

Es sind noch etwas über drei Stunden bis zur großen Gala- und Kostümsitzung der Krätscher im Saalbau Ronneburg. Der große Saal ist bereits in grün-gelb, den Farben des Vereins und von Eckenheim geschmückt, die Tische sind nummeriert und eingedeckt. Die Sektbar, die wie eine runde Strandhütte aussieht, noch verwaist. An der Essenstheke liegt das Besteck in Servietten gewickelt bereit.

Ein Schwarm von Tänzerinnen und Tänzern in grün-schwarzen Trainingsanzügen strömt in die Halle: Generalprobe vor dem großen Auftritt. Noch wirken alle entspannt. Nach den drei Tanzsolistinnen starten Tim und Cristel mit dem Gardepaartanz. Die Hebefigur klappt perfekt. Das sei schon anstrengend, sagt der zwölfjährige Tim. „Ich mache täglich Liegestützen als Krafttraining“.

Anschließend sind die Sweet Diamonds, die Little Diamonds und die Diamonds dran. Von den Trainerinnen gibt es letzte Hinweise. Bis auf die Jüngsten hat jede Gruppe einen Gardemarsch und einen Showtanz einstudiert. Die Choreographie, die Kostüme und Tanzthemen entwerfen die fünf Trainerinnen und zwei Co-Trainerinnen. „Mich fasziniert der Gruppensport, aber wir machen hier auch Leistungssport“, erklärt Flaviana von den Diamonds. Auch beim Tanzsport gibt es Ligen. „Wir tanzen in der 2. Bundesliga“, sagt Trainerin Rebecca Levy sichtlich stolz. „So, ab nach oben zum Schminken“, ruft Laura Alfonso. Und plötzlich ist es wieder still im Saal.

In der Garderobe legen Laura und Alina bei den Jüngsten das Make-up auf, in der hinteren Ecke schmieren einige Mütter Brote. Die Größeren helfen sich gegenseitig beim Schminken. Aber auch für die reibungslose Versorgung der Gäste gibt es noch viel zu tun. Michael Hotz bereitet mit vier Helfern für die Bedienungen die Getränke auf Servierwagen vor und befüllt die Kühlschränke mit Nachschub.

Auch Christel Bergens steht schon an ihrem Platz. Sie ist die „Chefin“ der Essenstheke. Die Rechauds stehen bereit. Für die „heiße Phase“ hat sie noch vier Helfer, danach „stemmen wir das zu zweit“, erklärt die 64-Jährige. Auf der Empore sitzt bereits Techniker Randolf Grabinger an seinem Platz. Er muss den Soundcheck machen, die Mikrofone testen, alle Lampen und Spots kontrollieren: Es soll nichts schief gehen. „Ich habe einen minutiösen Ablaufplan“ sagt er und lobt die Professionalität der Krätscher.

„Der Saal ist mit 285 Karten ausverkauft“, sagt 2. Vorsitzender Harald Schick. „Wir mussten sogar einigen Fastnachtern absagen.“ Es ist inzwischen 18 Uhr. Alle Aktiven versammeln sich im Saal: die Tänzerinnen und Tänzer perfekt geschminkt, zum Teil schon in den Kostümen. Dabei auch die Tanzgruppe Grazy Diamonds, das Moderatorenteam Peter van Krüchten und Anne Retsch, der Vorstand, die vielen fleißigen Helfer, betreuenden Eltern, geladene Gäste.

Bei den Jüngsten ist die Aufregung mit den Händen zu greifen. Nach ein paar einstimmenden Worten und der Ordensverleihung an die Gäste kommt der ersehnte Augenblick des „heiß-machens“: Frankfurt helau, Eckenheim helau, Krätscher Helau, helau, helau, schallt es laut im Saal. Draußen vor der Saaltüre warten schon die ersten Gäste auf Einlass.

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