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Barbara Burkhardt zur Ortsältesten ernannt

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Von: Fabian Böker

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Barbara Burkhardt in ihrem schön grünen Eckenheim.
Barbara Burkhardt in ihrem schön grünen Eckenheim. © Monika Müller

Barbara Burkhardt saß mehr als 20 Jahre für doe Grünen im Ortsbeirat 10. Dafür wurde sie nun ausgezeichnet. Noch heute besucht sie die Sitzungen, aber nur noch als Anwohnerin

Sie ist Rentnerin, Grüne, Katzenliebhaberin – und mittlerweile auch Ortsälteste. Barbara Burkhardt hat diese Auszeichnung für ihr langjähriges Wirken im Ortsbeirat 10 (Preungesheim, Eckenheim, Berkersheim, Bonames, Frankfurter Berg) erhalten. Dem Frankfurter Norden und ihrem Stadtteil Eckenheim ist sie auch nach ihrer Zeit als Ortsbeirätin verbunden geblieben.

Insgesamt 21 Jahre war sie Mitglied im Stadtteilparlament. Erst von 1997 bis 2016, dann als Nachrückerin von 2019 bis 2021. Gleich zwei Mal war sie in dieser Zeit stellvertretende Ortsvorsteherin, vom 8. Mai 2001 bis zum 31. März 2006 sowie vom 12. Februar 2008 bis zum 31. März 2011.

Schon vor 1997 war Burkhardt politisch interessiert. Sie engagierte sich als Elternbeirätin in der Schule ihrer Tochter und gründete einen Kinderladen mit. Eines Tages ging sie mit ihrem Mann in ihr Stammlokal in Eckenheim, am Nachbartisch saß die Stadtteilgruppe der Grünen und „wir kamen ins Gespräch“. Noch im selben Jahr ließ sich Burkhardt als Kandidatin für den Ortsbeirat aufstellen.

Auszeichnung

Die Ehrung als Ortsältester oder Ortsälteste wird von der Stadt Frankfurt verliehen. Ausgezeichnet werden Personen, die mindestens 20 Jahre Mitglied eines Ortsbeirates, der Stadtverordnetenversammlung oder des Magistrats waren. Die Person muss zudem aus dem entsprechenden Organ ausgeschieden und mindestens 65 Jahre alt sein. bö

Wenn sie jetzt an ihre 21 Jahre lange Tätigkeit im Gremium zurückdenkt, gibt es einige Themen, für die es sich lohnte, als Ortsbeiratsmitglied zu kämpfen. Etwa als es um verseuchten Parkettkleber in Wohnungen der früheren US-Housing-Area in Berkersheim ging, der dann entfernt wurde. Oder um den Erhalt der Bäume anlässlich der Verlängerung der Linie U 5. Oder um Fahrradparkplätze entlang der Eckenheimer Landstraße, die entstanden sind. Oder um Tonnen für Elektrokleingeräte, die vor Supermärkten aufgestellt wurden.

„Es waren vor allem die kleinen Alltagssachen, die mir den meisten Spaß gemacht“, sagt die 70-Jährige. „Die Arbeit vor Ort, in den fünf Stadtteilen, war es auch, die den Ortsbeirat für mich zum passenden Gremium gemacht hat.“ Noch heute geht sie regelmäßig zu den Sitzungen, aber eben nur noch als Anwohnerin. Sie studiert vorher die Tagesordnung, liest sich hinterher die Niederschrift durch. Wenn sie zudem innerhalb der Stadtteilgruppe um Rat gefragt wird, gibt sie diesen gerne. „Aber ich genieße es, kein Amt mehr zu haben.“

Ihre Freizeit, die die gelernte Werbekauffrau seit ihrem Ruhestand 2015 hat, nutzt sie vor allem für Sport. „Für altersgerechten Sport“, sagt sie und schmunzelt. Sie fährt viel Fahrrad, geht drei Mal die Woche zur Rückengymnastik bei der Turnerschaft Jahnvolk Eckenheim und geht gerne wandern. Große Freude bereiten ihr zudem Katzen. 35 Jahre lang hatte sie welche, aktuell ist das nicht der Fall. Aber langweilig werde ihr so schnell nicht werden, sagt Barbara Burkhardt.

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