E-Tretroller

Verleiher von E-Tretrollern stehen in den Startlöchern

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In Frankfurt haben sich mittlerweile zehn Anbieter gemeldet, die von Sommer an Tausende Fahrzeuge aufstellen wollen.

Nachdem der Bundesrat einer Zulassung von elektrischen Tretrollern am Freitag zugestimmt hat, werden die Fahrzeuge in den kommenden Wochen auch in Frankfurt erwartet. Mittlerweile hätten zehn Verleihanbieter Interesse angemeldet, sagte ein Referent aus dem Verkehrsdezernat. Die Anbieter Bird, Lime, Voi, Flash, Tier sind schon in zahlreichen Metropolen aktiv; einige von ihnen wollen auch in Frankfurt an den Start gehen.

Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) rechnet damit, dass mehrere Tausend E-Tretroller nach Frankfurt kommen. Um die Probleme, die in anderen Städten aufgetreten sind, zu vermeiden, hat er ein Merkblatt herausgegeben. Darin steht, dass die E-Roller keine Gehwege blockieren dürfen, in Fußgängerzonen, Grünanlagen und am Main tabu sind. Defekte Roller müssen die Anbieter binnen sechs Stunden entfernen; außerdem dürfen höchstens fünf Roller an einem Standort stehen.

Der CDU im Römer geht das nicht weit genug. Sie fordert Oesterling dazu auf, sich dafür einzusetzen, dass das Bundesfernstraßengesetz und das Hessische Straßengesetz geändert werden. Die Tretroller-Verleihsysteme sollten eine Sondernutzung beantragen müssen, genauso wie die Außengastronomie, sagte Martin Daum, der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion. Bevor die E-Roller zugelassen werden, muss das Bundeskabinett nach dem Willen des Bundesrats noch einige Sicherheitsregeln ändern. So sollen Fahrer der bis zu 20 Stundenkilometer schnellen E-Roller mindestens 14 Jahre alt sein. Fahrten sollen nur auf Radwegen oder Straßen, nicht auf Gehwegen erlaubt werden. Das hatte der Fußgängerverband Fuss gefordert, der sich für feste Aufstellplätze und Sondernutzungsgebühren ausspricht. Blockierte Gehwege oder Fahrten in Parks sollten Städte und Polizei streng kontrollieren, fordert der Verband. Stadtrat Oesterling will Anfang nächster Woche informieren, wie er mit den Anbietern umzugehen gedenkt.

Preiswert sind die Fahrten übrigens nicht. Bird verlang in Wien beispielsweise einen Euro beim Start und 15 Cent pro Minute. Ab zwölf Minuten wäre das in Frankfurt teurer als ein ÖPNV-Einzelfahrschein. Der kostet 2,75 Euro.

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