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Auch in Frankfurt sind jetzt immer mehr E-Scooter unterwegs. 

E-Scooter in Frankfurt

E-Scooter in Frankfurt: Das müssen Sie über die E-Roller wissen

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Die steigende Zahl von E-Scootern in Frankfurt sorgt bei den einen für Begeisterung, andere sind genervt. Nun kommen erste Verbote - und auch Kritik von Testern.

Was muss ich tun, um einen E-Scooter zu nutzen?

Es klingt komplizierter als es ist: Zunächst muss man die Smartphone-App herunterladen und anschließend die Kreditkarten-Daten eingeben. Dann gilt es, mittels des kleinen Stadtplans in der App einen freien Roller in der Nähe zu finden. Zur Ausleihe muss dann durch Eingabe der Gerätenummer in der App freigeschaltet werden. Dann kann es endlich losgehen. 

Was kostet das? 

Bei Tier kostet die Nutzung einen Euro pro Fahrt plus 19 Cent je Minute. Bei Circ fallen ebenfalls ein Euro bei Ausleihe, dann aber weitere 20 Cent pro Minute an. Das ist deutlich teurer als ein Leih-Fahrrad und meistens auch teurer als die Fahrt im öffentlichen Nahverkehr. Doch der Bus ist eben derzeit nicht so hipp wie ein E-Roller.  

Wo dürfen E-Scooter fahren? 

In Deutschland dürfen die Roller nur auf Radwegen und auf der Straße benutzt werden. Gehwege sind für E-Roller komplett tabu. Auch in Parks, in Grünanlagen und am Main haben die Roller nichts zu suchen. 

Bei Verstößen drohen saftige Bußgelder. Da es bereits erste schwere Unfälle mit E-Rollern gab, dürften Polizei-Kontrollen zunehmen.

Übrigens: Es gibt durchaus Regeln für die Nutzung von E-Scootern in Frankfurt. Doch nur wenige Menschen kennen sie auch. 

Lesen Sie auch: So versichern Sie den E-Scooter richtig

Und wie schnell ist ein E-Scooter? 

In Deutschland ist die Geschwindigkeit generell auf 20 Kilometer pro Stunde begrenzt. Im Ausland darf auch schneller geflitzt werden. 

E-Scooter: Ein umweltschädliches Spielzeug zum Wegwerfen*

Für Frankfurt gilt: 20 Kilometer pro Stunde als Höchstgeschwindigkeit. Fährt man verbotenerweise in Grünanlagen oder Parks, wird die Geschwindigkeit automatisch auf fünf Kilometer pro Stunde gedrosselt. Ähnlich ist es, wenn man den sogenannten Geschäftsbereich der Anbieter verlässt - etwa, wenn man den Roller mit in die Regionalbahn nimmt und aus Frankfurt rausfährt.  

Braucht man derzeit einen Helm für den E-Scooter?

Momentan gibt es noch keine Helmpflicht für E-Roller. Angesichts der ersten schweren Unfälle ist vermutlich ein Radhelm jedoch nicht verkehrt. Das empfiehlt auch der ADAC. 

Darf man auch zu zweit auf dem E-Scooter fahren? 

Nein. Da wird sofort ein Bußgeld fällig. 

Wo dürfen die E-Scooter abgestellt werden? 

Bislang gab es in dieser Hinsicht kaum Einschränkungen. Doch damit wird wohl bald Schluss sein. Mehrere Anbieter unterzeichneten eine gemeinsame Erklärung mit dem Deutschen Städtetag. Demnach dürfen die E-Scooter nicht mehr überall einfach abgestellt werden. Am südlichen und am nördlichen Mainufer ist dies etwa untersagt. Ebenso auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs, im Bahnhofsgebäude und dem Anlagenring. 

Zahlreiche Parks in Frankfurt sind für die E-Scooter ebenfalls tabu: Dazu zählen der Ost-, der Günthersburg-, der Rothschild- und der Holzhausen-Park. Teile des Brückenviertels und weitere Straßenzüge in Frankfurt gehören ebenfalls zu den sogenannten Parkverbotszonen. In den Apps der Anbieter werden die Zonen exakt aufgeführt.

Geofencing soll korrektes Abstellen der E-Scooter überprüfen  

Außerdem dürfen die Roller „nicht ungeordnet auf Gehwegen, in Fußgängerzonen, auf öffentlichen Plätzen, vor Denkmälern“, aber auch nicht „an Lichtzeichenanlagen, Fußgängerfurten, Zugängen von Bus-, Straßen- und U-Bahnen“ stehen. 

In Frankfurt wurden mehrere E-Scooter und ein Leihrad aus dem Main gezogen. Nun ziehen die Anbieter von E-Scootern Konsequenzen.

Mit dem sogenannten Geofencing wollen die Anbieter sicherstellen, dass ausgeliehene E-Scooter sich in den Verbotszonen tatsächlich nicht zurückgeben lassen. 

Wie viele E-Roller gibt es in Frankfurt? 

In Frankfurt gibt es nach Schätzung des Verkehrsdezernats derzeit gut 2000 E-Scooter - wie viele es genau sind, haben die Anbieter bisher nicht mitgeteilt. Das soll aber zeitnah geschehen.  

Das Berliner Unternehmen Tier Mobility war in Frankfurt als Erstes am Start. Es stellte zunächst 600 lindgrüne Roller an 80 Standorten bereit. Die Zahl sollte nach Unternehmensangaben bald auf 1000 E-Roller steigen. Außerdem sind noch mindestens 200 orange-schwarze E-Roller des Anbieters Circ in Frankfurt zu haben. Voim Lime haben wir keine konkreten Zahlen. 

Welche E-Scooter-Anbieter gibt es in Frankfurt? 

Derzeit gibt es in Frankfurt nur E-Scooter von Tier, Circ und Lime. Demnächst kommt noch die Firma Bird dazu. Doch dabei wird es wohl nicht bleiben. Die Stadt Frankfurt teilt mit, dass etwa zehn Anbieter bereits nachgefragt hätten und gerne Fahrzeuge anbieten möchten. Darunter sind die Firmen Wind (vormals Byke) und Voi.   

Wann werden die E-Roller geladen? 

Die E-Scooter haben eine Reichweite von rund 40 Kilometern. Nach einem Wochenendtag mit schönem Wetter sind daher bei den meisten Fahrzeugen die Akkus leer. Sie werden abends von lokalen Teams eingesammelt, geladen und gegebenenfalls auch repariert. Fälle von Vandalismus seien bislang die Ausnahme, berichtet Tier.

E-Scooter sind nicht so umweltfreundlich wie gedacht

E-Scooter gelten als nachhaltig, sie sollen den Verkehr sauberer machen - unter anderem, weil Nutzer dafür auf kurzen Strecken das Auto stehen lassen. So zumindest die Theorie. Eine Studie fand heraus, dass nur 34 Prozent der befragten E-Scooter-Fahrer das Gefährt anstelle eines Autos benutzen. Fast zwei Drittel wären ohne den E-Scooter gelaufen oder mit dem Rad gefahren - und hätten damit weniger CO2 ausgestoßen als mit dem E-Scooter.

Stiftung Warentest kritisiert E-Scooter

Mitarbeiter der Stiftung Warentest haben sich mit den E-Scootern der vier Anbieter Circ, Lime, Voi und Tier beschäftigt - und unterm Strich viel Kritikwürdiges gefunden. Nach Angaben von Stiftung Warentest hielten die Tester das Fahren mit den meisten Geräten für gefährlich - gerade bei unebenem Untergrund. Auch das Abbiegen sei gefährlich, weil die E-Scooter stark wackelten und der Fahrer kein Handzeichen geben konnte, weil er sich mit beiden Händen festhalten musste. Teilweise hätten die Tester die Fahrt aus Sicherheitsgründen abgebrochen. Die Tester monieren unter anderem auch, dass die Apps der E-Scooter-Anbieter zu viele Daten sammeln. (mit tab)

*fr.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

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