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E-Roller brauchen eine baulich getrennte Infrastruktur auf den Straßen.

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E-Roller gehören auf den Radweg

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Elektrische Tretroller können die Verkehrswende voranbringen. Doch für den Gehweg sind sie viel zu schnell. Der Kommentar.

Jedes Gefährt, das Menschen davon abhält, ein bis zwei Tonnen Stahl für sich alleine in Bewegung zu setzen, treibt die Mobilitätswende voran, seien es Räder, Hoverboards oder elektrische Tretroller. Der Frankfurter Verkehrsdezernent geht fehl, wenn er sagt, Tretrollerfahren mache nur Spaß. Im besten Falle fahren die Nutzer multimodal, zum Beispiel kombiniert mit Bus und Bahn, zu Freunden oder zur Arbeit. Eine kostenlose Mitnahme der E-Roller im RMV-Gebiet sollte erlaubt, nicht nur geduldet sein. 

Wenn E-Rollerfahrer aber dreimal so schnell wie Fußgänger über den Gehweg flitzen, ist einer sicheren Mobilität nicht gedient. Das Rücksichtsgebot aus Paragraf 1 der Straßenverkehrsordnung wird unterlaufen, wenn sich Rollerfahrer auf dem Gehweg auch noch im Recht fühlen. Schon jetzt radeln in Frankfurt zu viele auf dem Gehweg, was Passanten nervt und Unfälle provoziert. Die Situation darf sich nicht verschlimmern. E-Roller gehören auf den Radweg. Damit Zwölfjährige sich trauen, dort E-Roller zu fahren, braucht es eine baulich getrennte Infrastruktur. Sonst weichen Rad- und Rollerfahrer aus Angst auf den Gehweg aus.

Lesen Sie dazu: Tausende Elektroroller auf den Straßen von Frankfurt erwartet

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