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E-Roller: Hier vorbildlich abgestellt.

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E-Roller in Frankfurt: Auch im Winter auf der Straße

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E-Roller sind auch im Winter ein beliebtes Verkehrsmittel. Bei Eisregen wird der Betrieb aber eingestellt.

In Frankfurt bleiben in diesem Winter die meisten Elektroroller auf der Straße. Die Anbieter Tier, Lime und Circ wollen den Betrieb auch in der dunklen und kalten Jahreszeit durchgehend fortführen, wie die jeweiligen Sprecher mitteilten. Der vierte Anbieter Bird stellt sein Angebot im Winter ein. Die Bird-Roller stehen ab Frühjahr wieder auf der Straße.

Bei riskanten Wetterlagen wie Eisregen oder Glätte könne der Betrieb im Winter aber auch kurzzeitig eingestellt werden, heißt es bei Circ, Lime und Tier. Dabei wird die Ausleihfunktion in der App, die Nutzer zum Fahren der E-Roller brauchen, vorübergehend deaktiviert. „Dies wird tagesaktuell regional von unserem Team vor Ort entschieden“, heißt es etwa bei Tier.

E-Roller: Auch im Winter geht die Nutzung nicht zurück

Erfahrungen mit Städten, in denen ähnliches Wetter herrsche wie in Frankfurt, hätten ergeben, dass die Zahl der Fahrten auch im Winter nicht zurückgehe, sagte der Sprecher von Lime. In Frankfurt stünden ein „Operations Manager“ und ein „Support Team“ bereit, um tagesaktuell zu entscheiden, ob ein gefahrloses Fahren möglich sei. Falls nötig, würden die E-Roller bei anhaltend schlechten Wetter eingesammelt und im Lager untergebracht.

Das Verkehrsdezernat geht davon aus, dass zuletzt rund 2000 Elektroroller in Frankfurt unterwegs waren. Genaue Angaben zur Zahl ihrer Fahrzeuge und ihrer Kunden in der Stadt machten die Anbieter auf Anfrage nicht.

Die Entwicklung in Frankfurt stimmt zufrieden

Dafür bewerteten sie die ersten sechs Monate in Frankfurt positiv. „Wir sind sehr glücklich mit der Entwicklung in Frankfurt. Wir waren vom Start weg Marktführer und das Kundenfeedback ist äußerst positiv“, sagte der Tier-Sprecher. Bei Lime hieß es: „Wir möchten im Jahr 2020 unsere Marktführerschaft in Frankfurt ausbauen.“ Da unklar ist, wie viele Roller und Kunden die Anbieter in Frankfurt haben, bleibt die Frage der Marktführerschaft allerdings offen.

Um das verkehrswidrige Abstellen der E-Roller mitten auf dem Bürgersteig, in Grünanlagen oder am Main zu unterbinden, wurden auf Druck der Städte zuletzt mehrere Parkverbotszonen eingeführt. Dazu zählen in Frankfurt unter anderem die Einkaufszentren, der Hauptbahnhof, der Anlagenring, der Römerberg, der Hafenpark, der Holzhausenpark, der Günthersburgpark und der Grüneburgpark. Die Fahrt mit dem E-Roller lässt sich dort nicht beenden.

E-Roller: Die Gebühren bleiben stabil

Die Preise für E-Roller bleiben unverändert bei 1 Euro Ausleihegebühr plus 19 Cent (Tier) beziehungsweise 20 Cent (die anderen Anbieter) pro Minute. Eine Viertelstunde Ausleihe kostet demnach vier Euro. Alle Anbieter haben eine Kernzone in der Innenstadt und innenstadtnahen Stadtteilen definiert. Dort fahren die E-Roller bis zu 20 Kilometer pro Stunde schnell. Außerhalb der Kernzonen ist das Tempo auf fünf Stundenkilometer gedrosselt. Das entspricht in etwa der Geschwindigkeit beim Gehen.

Bei Tier ist nach eigenen Angaben teilweise die zweite Generation von Elektrorollern in Frankfurt im Einsatz. Diese habe ein größeres Vorderrad, Hinterradantrieb und ein höheres Gewicht für bessere Bodenhaftung sowie helles Licht. Außerdem lasse sich die Batterie austauschen.

Circ führt nach Unternehmensangaben 2020 einen neuen E-Roller mit Wechselakku ein. Möglicherweise werde das Geschäftsgebiet auf Eschborn, Niederrad und Neu-Isenburg ausgeweitet.

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