1. Startseite
  2. Frankfurt

Drogenkonsum in Partyszene

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Yağmur Ekim Çay

Kommentare

Es gibt eine neue Studie vom Centre for Drug Research der Goethe-Universität Frankfurt zum Drogenkonsum während der Pandemie.

Von Mai bis Juli 2021 hat das Centre for Drug Research der Goethe-Universität den Konsum von legalen und illegalen Drogen während der Pandemie bei Partys im öffentlichen und privaten Raum in Frankfurt untersucht. Nach der Studie, die vom Drogenreferat der Stadt gefördert wurde, konsumierten junge Menschen während der Pandemie im öffentlichen Raum deutlich weniger Drogen.

Durch die Corona-Maßnahmen feierten junge Menschen während der Pandemie öfter im Privaten. Dabei konnte ein verantwortungsvoller Umgang mit den Corona-Regeln beobachtet werden. Die Studie geht dabei von einem deutlich geringeren Drogenkonsum aus. Insgesamt hätten „partyfreudige“ Menschen aber ihre Kontakte und Aktivitäten insgesamt stark reduziert.

Bernd Werse, Leiter der Studie, begründet den geringeren Konsum zum einen mit fehlenden gemeinsamen Gelegenheiten, zum anderen aber auch mit den Bemühungen der Ordnungskräfte die Partys im öffentlichen Raum nicht zu sehr ausschweifen zu lassen. Nach den Opernplatz-Krawallen 2020, verliefen die Partys 2021 meist ohne exzessiven Konsum und Gewalt.

Cup-Condoms als Schutz

Auch Karsten Tögel-Lins, der Geschäftsführer des Vereins Basis, Träger des Projekts „Safe Party People“, bestätigt die Ergebnisse der Studie und sagt, dass im öffentlichen Raum illegale Drogen weniger eine Rolle spielten. Allerdings konsumiere die Gruppe der Mittzwanziger zu Hause mehr Drogen als vor der Pandemie. Gründe seien häufig Frustration und Langeweile.

Ein besonderes Problem sieht „Safe Party People“ bei den sogenannten „K.O.-Tropfen“. Als Schutz bieten sie „Cup-Condoms“ – Latexüberzüge für Gläser – an. Sie böten zwar keine endgültige Sicherheit, würden aber dennoch für Aufmerksamkeit sorgen.

Auch interessant

Kommentare