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Das neue Haus des Jugendrechts in der Aschaffenburger Straße 19 musste erst aufwendig umgebaut werden. Christoph Boeckheler
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Das neue Haus des Jugendrechts in der Aschaffenburger Straße 19 musste erst aufwendig umgebaut werden. Christoph Boeckheler

Drittes Haus des Jugendrechts in Frankfurt eröffnet

  • Oliver Teutsch
    vonOliver Teutsch
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Da alle Behörden unter einem Dach vernetzt kümmert sich die Einrichtung in Sachsenhausen um jugendliche Deliquenten aus den Stadtteilen Schwanheim, Niederrad, Sachsenhausen, Oberrad, Gallus, Gutleutviertel, Bahnhofsviertel und Flughafen.

Nach mehr als viereinhalb Jahren Planen und Suchen hat die hessische Justiz jetzt das dritte Haus des Jugendrechts in Frankfurt an die zuständigen Institutionen übergeben. Die Hessische Justizministerin Eva Kühne-Hörmann bezeichnete die Häuser am Dienstag als „mustergültige Kooperation“ der Beteiligten. „Ich freue mich, dass das Haus des Jugendrechts Frankfurt-Süd mit dem heutigen Tag seine Arbeit aufnimmt. Damit schreiben wir die Erfolgsgeschichte dieses Projektes fort“, so die Ministerin.

Die Suche nach einer passenden Immobilie im Süden der Stadt gestaltete sich lange Zeit schwierig. Zwischenzeitig hatte der für die Grundstückssuche zuständige Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH) schon mit einem Standort in der Niederräder Bürostadt geliebäugelt. Im März 2019 gab es dann doch eine erste Erfolgsmeldung: Ein geeignetes Objekt in Sachsenhausen sei gefunden worden. Doch die Verhandlungen mit dem Eigentümer zogen sich in die Länge. Das sechsgeschossige Bürohaus in der Aschaffenburger Straße gehört einer Kommanditgesellschaft, hinter der der Immobilienkönig Josef Buchmann steht.

Dann folgten umfassende Umbaumaßnahmen in der für das Projekt angemieteten Liegenschaft. Denn das Gebäude genügte den Sicherheitsanforderungen der Polizei für ein solches Haus nicht. Die Gesamtkosten für den Umbau lagen laut LBIH bei mehr als zwei Millionen Euro, an denen sich auch die Stadt Frankfurt beteiligte.

Die Vorplanungen waren auch deshalb so langwierig, weil die hessische Justiz bei den Häusern des Jugendrechts mittlerweile klotzt statt kleckert. Denn während das erste Frankfurter Haus des Jugendrechts in Höchst längst viel zu klein ist, soll in dem großzügig angelegten Bau am Sachsenhäuser Berg auch noch die Jugendverkehrsschule des Polizeipräsidiums Frankfurt untergebracht werden.

Anders als es der Name Haus des Jugendrechts Süd vermuten lässt, sollen dort keineswegs nur Jugendliche aus dem Süden der Stadt vorstellig werden. Laut Hessischem Justizministerium kümmert sich die Einrichtung in der Aschaffenburger Straße um jugendliche Deliquenten aus den Stadtteilen Schwanheim, Niederrad, Sachsenhausen, Oberrad, Gallus, Gutleutviertel, Bahnhofsviertel und Flughafen. Entsprechend ist die personelle Ausstattung. Laut Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) sollen in der neuen Einrichtung 13 Polizeibeamt:innen Dienst tun. Zum Vergleich: In dem im vergangenen Jahr aus der Taufe gehobenen einzigen Haus des Jugendrechts in Kassel gibt es 15 Polizeikräfte.

Hinzu kommen in Sachsenhausen vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendgerichtshilfe und das Personal des Vereins für Kinder- und Jugendhilfe sowie des Evangelischen Regionalverbands Frankfurt, der für den Täter-Opfer-Ausgleich verantwortlich ist.

Der Zuschnitt der vorhandenen Häuser des Jugendrechts soll auch durch die neue „Filiale“ unangetastet bleiben. Ermittlungsverfahren aus den Stadtteilen, die später in die Zuständigkeit des Hauses Mitte/Ost fallen, sollen bis dahin noch von der Staatsanwaltschaft Frankfurt bearbeitet werden.

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