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Drei Ziele für die Frankfurter CDU

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Von: Florian Leclerc

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Nils Kößler bereitet seine Partei auf die Oberbürgermeisterwahl vor. Monika Müller
Nils Kößler bereitet seine Partei auf die Oberbürgermeisterwahl vor. Monika Müller © Monika Müller

Parteichef Nils Kößler will die Frankfurter CDU zu einer „Mitmachpartei“ machen.

Nils Kößler ist seit Ende November neuer Parteichef der Frankfurter CDU. Als solcher hat einen Brief verschickt. An alle 2600 Mitglieder der Partei in der Stadt. Die CDU solle „Fahrt aufnehmen“, heißt es darin. Denn die Oberbürgermeisterwahl am 5. März stehe vor der Tür.

Wie Kößler die Partei auf den Oberbürgermeisterwahlkampf mit CDU-Kandidat Uwe Becker einschwören will, erklärte er am Sonntag bei einer Veranstaltung der CDU Frankfurt-Sachsenhausen. Der Brief an die Mitglieder lag auf dem Tisch. Darin lädt er die Mitglieder ein, sich stärker in der Partei zu engagieren. Etwa in den Fachausschüssen. Die gebe es seit 2014. In manchen seien Mitglieder sehr aktiv. Andere Ausschüsse lägen brach.

Bis zum 15. Januar sollen die Parteimitglieder nun kurze Bewerbungen an Kößler schicken, falls sie einen Fachausschuss leiten und gestalten wollten. „Wir müssen eine Mitmachpartei werden“, sagte er. Das gelte auch mit Blick auf die Kommunalwahl 2026.

Die CDU soll präsenter werden

Angesprochen fühlen dürften sich die Stadtbezirksverbände. Manche, wie die CDU Frankfurt-Sachsenhausen, machten regelmäßige Veranstaltungen, sagte er. Andere träfen sich einmal pro Halbjahr auf Zoom. Das sei zu wenig.

Kößler definierte drei Ziele. Die Frankfurterinnen und Frankfurter sollten wissen, wofür die CDU stehe. Die CDU sollte Themen setzen und besetzen, die den Menschen in der Stadt wichtig seien. Und die Partei sollte eine klare Vision für die Stadt entwickeln. „Wir müssen uns zeigen. Wir sind zu träge geworden als Partei“, befand er. Wichtig sei auch, produktive Angebote zu machen anstatt nur zu sagen, was die Partei nicht wolle.

Vorschläge, wo die CDU präsenter sein sollte, kamen aus dem Publikum im Saalbau Südbahnhof. Etwa bei den Schulen. In der Verkehrspolitik. Bei jungen Menschen und Senior:innen sowie in der digitalen Kommunikation. Hier sah Kößler bereits starke eigene Positionen. Etwa in Ablehnung der Mainkai-Sperrung und der Verlagerung von Verkehr von der Schweizer Straße in die Nebenstraßen. Oder bei der Vielzahl von Fraktionsanträgen zu Schulen.

Senior:innen würden in Anträgen mitgedacht, aber als Wählergruppe noch nicht stark genug angesprochen, hielt er fest. Die Junge Union spreche den Nachwuchs an. Bei der digitalen Kommunikation wolle er sich überlegen, künftig Twitter oder Instagram zu nutzen. Um mehr Veranstaltungen anzubieten, erwarte er Hilfe von Landtags- und Bundestagsabgeordneten.

„Gemeinsam sind die Sprünge möglich, die wir uns vornehmen“, sagte Kößler in Erinnerung vergangener Wahlen. Bei der Kommunalwahl 2021 kam die CDU in Frankfurt auf 21,9 Prozent der Stimmen und flog aus der Koalition. Bei der Bundestagswahl 2021 erreichte sie 18 Prozent.

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