+
Eine Justitia-Statue.

Justiz

Drei Jahre Haft für Steuerhinterziehung

Ein Online-Händler schickt seine Lebensgefährtin als Strohfrau vor. Der Mann steht nicht zum ersten Mal vor Gericht.

Wegen der Hinterziehung von Steuern in Höhe von mehr als 700 000 Euro ist ein Online-Unternehmer am Montag vom Landgericht Frankfurt zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Der 60 Jahre alte Kaufmann hatte zwischen 2011 und 2015 in größerem Umfang Unterhaltungselektronik und Digitalkameras aus Frankreich und den Niederlanden bezogen, die fälligen Vorsteuern beim Finanzamt jedoch verschwiegen.

Schon 2013 war er wegen ähnlicher Taten vom Landgericht zu zwei Jahren Bewährungsstrafe verurteilt worden. Danach überschrieb er nach Gerichtsangaben die Firma auf seine Lebensgefährtin, blieb aber weiterhin faktisch verantwortlich für den Geschäftsbetrieb.

Weil die 55 Jahre alte Frau als nominelle Geschäftsführerin die falschen Steuererklärungen unterzeichnet hatte, muss sie 4000 Euro an die Staatskasse zahlen. Im Gegenzug wurde ihr Strafverfahren eingestellt. Für den Geschäftsmann sei wegen der einschlägigen Vorstrafe und aufgrund der Höhe des Steuerschadens keine mildere Strafe möglich gewesen, hieß es im Urteil. Es ist noch nicht rechtskräftig. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare