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Musikproduzent Michael Kohlbecker hat Herzblut, Zeit und Geld investiert, um sein Studio einzurichten. Nun ist er extrem verärgert: Der Hochbunker am Marbachweg, in dem sich das Studio befindet, soll geräumt werden.
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Musikproduzent Michael Kohlbecker hat Herzblut, Zeit und Geld investiert, um sein Studio einzurichten. Nun ist er extrem verärgert: Der Hochbunker am Marbachweg, in dem sich das Studio befindet, soll geräumt werden.

Dornbusch

Sicherheit für Musikbunker

  • VonJudith Dietermann
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Ortsbeirat fordert Stadt auf, das Gebäude im Marbachweg zu kaufen. Der Vertrag über die Proberäume im Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg wurde aus Brandschutzgründen zum Jahresende gekündigt.

Der Bunker im Marbachweg beschäftigt nicht nur den Kulturausschuss und die Stadtverordnetenversammlung, sondern auch den Ortsbeirat 9. Musiker:innen, die ihn als Proberaum nutzen, wurde aus Brandschutzgründen zum Ende des Jahres von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) gekündigt. Mehrheitlich wurde in der jüngsten Sitzung nun ein gemeinsamer Antrag von SPD, Linken und Grünen verabschiedet, der die Stadt auffordert, den Bunker zu kaufen und für die weitere Nutzung als Probenraum für die Musiker zu erhalten.

Lothar Stapf (CDU) hält den Vorstoß allerdings für ein völlig unnötiges Unterfangen. „Am Ende des Jahres ist dort Schluss, das ist Fakt. Wir können nur hoffen, dass sich die Parteien im Römer einigen. Dort gibt es bereits Anträge mit gleichlautendem Inhalt. Da müssen wir keinen verabschieden, der ohnehin nur hinterherhinkt.“

Er konnte zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen, dass dies bereits im parallel verlaufenden Kulturausschuss passierte. Dort hatte Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) versprochen, gemeinsam mit dem städtischen Amt für Immobilien zu prüfen, ob ein Kauf möglich ist und zudem einer der fünf von der Stadt bereits erworbenen Bunker als Probe- und Übungsraum ertüchtig werden könnte. Dies würde 1,15 Millionen Euro kosten. Geld, das die Stadtverordnetenversammlung zur Verfügung stellen müsste.

„Auch wenn unser Antrag hinterherhinkt, so sollten wir uns als Ortsbeirat doch solidarisch mit den Musikern zeigen und die Stadtverordneten in ihrem Anliegen unterstützen“, argumentierte Wendel Burkhardt (Grüne). Das sah Rachid Rawas (SPD) genauso. Der Antrag, sagte der Fraktionsvorsitzende, sei lediglich eine Bitte an die Stadt und keine Peitsche.

Ingrid Häußler, Fraktionsvorsitzende der FDP, reagierte trotzdem zurückhaltend. Sie habe sowohl mit dem Kulturamt als auch mit der Bima gesprochen. Mit dem bekannten Ergebnis: Die Fortsetzung des Mietverhältnisses, wie im Antrag gefordert, sei wegen der Kündigung juristisch nicht mehr möglich. Stattdessen könne ein neues beantragt werden. Allerdings nur dann, wenn der Brandschutz ertüchtigt wurde.

Fakten, die sicher richtig seien, sagte Angela Rühle, Fraktionsvorsitzende der Grünen. „Wir wollen aber trotzdem alles versuchen was möglich ist, damit die Musiker ihre Probenräume behalten können.“ Um den Magistrat nicht mit mehreren inhaltlich ähnlichen Anträgen zu überfluten, habe man sich zusammengesetzt und sich auf einen gemeinsamen Antrag geeinigt. Denn: Der Ortsbeirat sollte sich auf jeden Fall positionieren.

Bei der Abstimmung enthielt sich Thomas Budenz (BFF). „Probleme mit dem Brandschutz können nicht von heute auf morgen gelöst werden. Deswegen müssen Räumlichkeiten gesucht werden, in denen die Musiker proben können. Als schnelle Lösung.“ Er stimmte Lothar Stapf zu, dass der verabschiedete Antrag keinen Einfluss habe. Weil der Stadtverordnetenversammlung bereits drei Anträge, von CDU, Linke und BFF, vorliegen. Die deutlich besser auf den Punkt gebracht seien, so Budenz.

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