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Der Chamissogarten von Ute Posenenske möchte auch im Winter
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Der Chamissogarten von Ute Posenenske möchte auch im Winter

Pavillon für die grüne Oase

  • VonJudith Dietermann
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DORNBUSCH Chamissogarten will auch im Winter Veranstaltungen anbieten

Sonnenstunden im November sind rar. Aber lässt sich die Sonne dann einmal blicken, verwandelt sie den Chamissogarten in ein Farbenmeer aus leuchtenden Blättern. Es sind diese kleinen Momente, die Ute Posenenske genießt. Und in denen der 52-Jährigen bewusst wird, dass sie vor drei Jahren alles richtig gemacht hat. Damals hatte sie erfahren, dass die in der Chamissostraße ansässige Gärtnerei das rund 2500 Quadratmeter große Areal nicht mehr nutzen möchte. Posenenske pachtet es seitdem vom Grünflächenamt. Um dort ihren Traum zu verwirklichen: nachhaltiges Gärtnern und Inklusion miteinander verbinden.

Was ihr gelungen ist. Der Chamissogarten ist nicht nur eine grüne Oase mitten in der Stadt. Er ist vor allem auch ein Treffpunkt geworden. „Wir haben insgesamt 40 Ehrenamtliche, die uns unterstützen“, sagt Posenenske. Die fleißig mit anpackten. Was auch nötig war. Denn die Erde sei nicht nur schlecht gewesen. Sondern zu großen Teilen auch mit Folie abgedeckt. Mittlerweile sei die Folie fast in Gänze verschwunden, die Erde verbessert worden. An einer Naschhecke kann man Beeren probieren, an Hochbeeten gärtnern oder im Apothekergärtchen über Arzneipflanzen informieren. Im Hintergrund gackern ein paar Hühner, es summen sogar noch vereinzelte Bienen.

Als die Sonne hinter einer dicken Wolke verschwindet, wird es kalt. „Wir brauchen unbedingt etwas für den Winter. Einen Ort, an dem wir unsere Veranstaltungen wie Lesungen, Konzerte oder auch ein kleines, inklusives Café anbieten können“, sagt Posenenske und zeigt auf eine dicke blaue Folie, die neben einer Hecke liegt. Darunter, sagt sie, verberge sich die Bühne, die im Sommer rege genutzt wurde. Sie soll jedoch Platz machen für einen Pavillon. Wegen der Größe sei eine Baugenehmigung nötig. Würde sie diesen Winter erteilt, könnte die Halle im nächsten September aufgebaut werden.

Das Grünflächenamt hat sich dem gegenüber bereits positiv geäußert. Ohnehin sei man dort angetan von dem Projekt, sagte Holger Alt, Bezirksleiter Nord, in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates 9. Wo sich Ute Posenenske Unterstützung vom Gremium erhoffte, nicht finanziell, sondern politisch. Allerdings musste ein entsprechende Antrag aus Zeitgründen auf die Dezembersitzung verschoben werden. Die Grünen signalisierten bereits ihre Zustimmung. „Das ist ein tolles, unterstützenswertes Projekt“, sagt die Vorsitzende Angela Rühle.

Bis zu 200 000 Euro koste der Bau eines Pavillons in Leichtbauweise. Bei der Finanzierung hoffe man auf die Unterstützung von Stiftungen und versuche Förderungen zu beantragen. Das habe beim Bau einer barrierefreien Toilette ebenso gut funktioniert wie bei der Renovierung eines der alten Gewächshäuser. Das nun samt Küche und Sitzecke ein Treffpunkt für die Ehrenamtlichen ist. Und zugleich eine kleine Aufzuchtstation für Jungpflanzen. Denen aber trotz schützender Scheiben schon zu kalt ist. Mit Luftpolsterfolie wird deswegen versucht sie zu schützen.

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