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Die Pavillonanlage der Wöhlerschule soll erweitert werden.

Schulen in Frankfurt

Mehr Platz für Schüler in Frankfurt

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Schulen und Eltern in Frankfurt klagen: Die Wöhlerschule hat keinen Platz und soll mit Containern erweitert werden. Die Elisabethenschule hat genug Platz und will mehr Fünftklässler aufnehmen.

Die Eltern von mehreren Schulen sind am Montag mit Sorgen und Nöten in den Bildungsausschuss gekommen. Die Heinrich-Seliger-Schule am Dornbusch klagte über zu wenig Platz – sowohl in der Grundschule als auch in der benachbarten Wöhlerschule. Die Elisabethenschule im Nordend will dagegen frei werdenden Platz ausnutzen und nächstes Jahr mehr Schüler aufnehmen.

Seit Jahren haben Heinrich-Seliger-Schule und Wöhlerschule mit Platzproblemen zu kämpfen. Die Gymnasiasten der Wöhlerschule nutzen daher bereits vier Klassenräume der Grundschule. Doch die Schülerzahlen steigen, nun ist es an beiden Schulen eng: „Es gibt in diesem Schuljahr sechs Klassenräume zu wenig“, sagte Ina Füner-Rentrop vom Förderverein der Heinrich-Seliger-Schule. Sie fehlen für den Unterricht und die Nachmittagsbetreuung. Perspektivisch gehen die Schulen davon aus, dass sie 15 neue Klassenräume brauchen.

Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) erklärte, die bestehende Containeranlage der Wöhlerschule solle um fünf Klassenräume erweitert werden. Dafür wolle sie Geld in den Haushalt 2019 einstellen. Da schon eine Anlage und damit Anschlüsse vorhanden seien, „müsste das Stellen der Container zügig vonstatten gehen“. Für die Heinrich-Seliger-Schule werde eine Machtbarkeitsstudie zur Erweiterung des Atriums erstellt. „Da müssen wir die Ergebnisse abwarten.“

Elisabethenschule hat kein Platzproblem

Die Elisabethenschule hat kein Platzproblem – im Gegenteil. „Wir könnten 60 neue Gymnasialplätze zum nächsten Schuljahr schaffen“, sagte Schulelternbeirätin Tanya Elshorst. Denn die Schule soll im Sommer 2019 in ihr saniertes Gebäude zurückziehen – die Container auf dem Schulhof könnten aber weiter genutzt werden, schlugen die Eltern vor. Dann wären Räume für weitere fünfte Klassen vorhanden. Denn bislang muss das Gymnasium jedes Jahr zahlreiche Fünftklässler abweisen. „Das würde Druck aus dem Kessel nehmen“, sagte Elshorst. Langfristig soll die Elisabethenschule ohnehin sechs statt vier Züge erhalten, indem sie den Altbau der angrenzenden Fürstenbergerschule übernimmt. Das dauert aber noch Jahre. Weber lehnte nicht ab, dass die Schule schon früher mehr Schüler aufnimmt. „Dafür müssen aber die Voraussetzungen gegeben sein.“ Es müsse etwa überprüft werden, ob die Container dort weiter stehen dürfen, ob Fachräume eingerichtet werden könnten. Bis Jahresende soll entschieden werden, ob das Elisabethen nächstes Jahr mehr Schüler besuchen dürfen.

Möglicherweise müssen im nächsten Jahr ohnehin einige Gymnasien ihre Kapazitäten erweitern. Die Stadt hat aufgrund der Personalsituation in den Ämtern davon Abstand genommen, ein weiteres Gymnasium bereits 2019 zu eröffnen. „Wir haben aber auch keinen akuten Gymnasialplatzmangel im nächsten Schuljahr“, sagte Weber. Falls es doch Bedarf an mehr fünften Klassen geben sollte, gebe es schon Angebote von einigen Schulen: Freiherr-vom-Stein-Schule und Schule am Ried würden gerne mehr Klassen aufmachen. Und eben das Elisabethen.

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