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Mega-Stau mit Ansage

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Von: Judith Dietermann

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Nicole Walter mit vielen anderen im Mega-Stau auf der Escherheimer Landstraße.
Nicole Walter mit vielen anderen im Mega-Stau auf der Escherheimer Landstraße. Oscar unger © Unger

Dornbusch Sperrung am Sinaipark legt den Verkehr auf der Eschersheimer Straße komplett lahm. Ab Donnerstag ist dann Gegenrichtung dran.

Montagmorgen, kurz vor acht Uhr, geht wirklich gar nichts mehr stadtauswärts auf der Eschersheimer Landstraße zwischen Marbachweg und Fritz-Tarnow-Straße. Dicht an dicht stauen sich in Doppelreihen die Autos. Daran wird sich in den nächsten Stunden nichts ändern. Der Grund: Um am Sinaipark einen Fußgängerüberweg bauen und den Fahrbahnbelag erneuern zu können, hat das Straßenbauamt den Abschnitt zwischen Fritz-Tarnow-Straße und Hügelstraße gesperrt.

Die Umleitung erweist sich als verstopftes Nadelöhr. In Höhe der U-Bahn-Station fangen die ersten an zu hupen. Sie wollten der Umleitung über Marbachweg, Eckenheimer Landstraße, Jean-Monnet-Straße und Hügelstraße nicht folgen. Sie versuchen ihr Glück bis zur Tankstelle, müssen an den Zapfsäulen vorbei wenden. Nun sorgen sie für Gegenverkehr an der Kreuzung. „Die nächsten zwei Stunden wird sich hier wohl nichts tun“, sagt der freundliche junge Polizist, der versucht, Autofahrer zu beruhigen. Derweil lässt sein Kollege einen Schulbus über die Gleise Richtung Innenstadt wenden. Eine Ausnahme.

Verluste für Geschäfte

Ein Verkehrschaos, das auch Ortsvorsteher Friedrich Hesse (CDU) mitbekommt. Weshalb er sich selber ein Bild machen möchte. Um neun Uhr steht er an der Kreuzung Eschersheimer Landstraße / Marbachweg. Auch hier Chaos. „In Richtung Ginnheim war es zähflüssig, nach Eckenheim ging gar nichts mehr“, sagt Hesse. Die Polizisten, die inzwischen die Zufahrt in die Eschersheimer sperren, bleiben stoisch. Eine halbe Stunde später ist auch Ortsbeirätin Ingrid Häußler (FDP) vor Ort. Und entsetzt, weil die Polizei keine Fahrzeuge mehr vom Marbachweg rechts in die Eschersheimer abbiegen lässt. „Die haben ab dort bereits dicht gemacht. Das ist Unfug, die Geschäfte müssen angefahren werden, so machen sie drei Tage lang große Verluste“, schimpft sie.

Bei ihren Beobachtungen dürfte es sich nur um eine kurzzeitige Lösung der Polizei gehandelt haben, denn die Eschersheimer bereits ab dem Marbachweg zu sperren, sei keine Option gewesen, erklärt Michaela Kraft, Leiterin des Amts für Straßenbau und Erschließung. Eben wegen der Andienung der Geschäfte. „Die groß- und kleinräumigen Umleitungen sind aus unserer Sicht solide geplant und ausreichend beschildert. Alternativen dazu sehen wir keine.“

Dass es durch die dreitägige Sperrung zu Problemen kommen wird, damit hatte Ortsvorsteher Hesse gerechnet. Aber mit „solch einem Ausnahmezustand“ nicht. „Es hätte insgesamt noch besser kommuniziert werden sollen. Auch wir als Ortsbeirat haben sehr spät davon erfahren. Meines Wissens nach wurden nur die direkten Anwohner informiert, was bei einer überregionalen Straße wie der Eschersheimer aber nicht reicht“, meint er.

Das sieht Kraft anders; Über die Presse und das Internet habe man die Öffentlichkeit rechtzeitig informiert, sagt sie. Zudem seien im Umfeld des Sinaiparks Anwohnerinformationen verteilt worden, einschließlich der kleinräumigen Umfahrungsstrecke. Und: Es bleibe bei der geplanten Vollsperrung vom 15. bis 19. September auf der stadteinwärtigen Seite zwischen Hügelstraße und Fritz-Reuter-Straße.

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