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Kritik im Marbachweg reißt nicht ab

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Es geht weiter: Jetzt stehen auch noch rot- weiße Poller am Behindertenparkplatz auf dem Radweg am Marbachweg.
Es geht weiter: Jetzt stehen auch noch rot- weiße Poller am Behindertenparkplatz auf dem Radweg am Marbachweg. © sauda

Nachdem im Marbachweg knapp 20 Parkplätze zugunsten eines Radweges weggefallen sind, hat die Stadt nun auch Poller gesetzt, um das Abstellen von Autos in dem Bereich zu verhindern. CDU und FDP im Ortsbeirat kritisieren das Vorgehen der Stadt.

Erst fielen 17 Parkplätze im Marbachweg zugunsten eines überbreiten Radweges weg, dann wurde der auch zuvor vorhandene Schwerbehindertenparkplatz weiträumig markiert und Fahrradbügel installiert. Jetzt verhindern die von der Stadt angekündigten Frankfurter Hütchen das Parken auf dem Radweg, zudem wurden vor und hinter dem Behindertenparkplatz zwei rot-weiße Poller installiert. Direkt neben den dortigen Fahrradbügeln.

„Der breite Radweg mitsamt dem kuriosen Behindertenparkplatz war für mich als Durchschnittsbürger schon nicht nachvollziehbar. Aber das, was jetzt passiert, stellt jegliche Logik in Frage“, sagt Manfred Höfken, der nicht nur am Dornbusch wohnt, sondern auch die SPD im Ortsbeirat 9 (Dornbusch, Eschersheim, Ginnheim) vertritt. Jeden Tag blickt er gespannt auf den betroffenen Abschnitt im Marbachweg, zwischen den Hausnummern 331 bis 345. „Es gibt jeden Tag eine neue Überraschung. Da geht noch was“, meint er.

Wegen Schlaglöchern hatte die Stadt nach eigenen Angaben auf Beschwerden von Radfahrerinnen und Radfahrern den Parkplatzstreifen und den Radweg neu asphaltiert. Die Parkplätze wurden aber nicht mehr neu beschildert, weil der Platz zwischen sich plötzlich öffnenden Autotüren zu gering und die Gefahr von Unfällen zu groß sei. Obwohl dies jahrzehntelang problemlos funktioniert hatte, wie Anwohner:innen in der Februarsitzung des Ortsbeirates berichteten. Trotzdem verteidigt Mobilitätsdezernent Stefan Majer (Grüne) diesen Schritt. Aus Sicherheitsgründen ginge nicht beides zugleich: Parken und Radfahren.

Ginge es doch, sagt Ingrid Häußler (FDP). Die Fraktion habe nachgemessen: Parkplätze, Rad- und Fußweg würden bei der Gesamtbreite von 6,32 nebeneinander funktionieren. In der Sache ginge es im Prinzip um zwei Dinge. Zum einen um das konkrete Vorgehen des Amtes, das den Ortsbeirat vorab nicht eingebunden habe. Das zweite seien die Maßnahmen selbst. „Im Marbachweg sind alle Nutzungen inklusive der Stellplätze nach den geltenden Regeln möglich. Wenn man das nicht macht, macht man sich zum Büttel einer Gruppe“, so Häußler. Dem werden man sich „mit allen Mitteln“ entgegen stellen.

Das sieht auch Ortsvorsteher Friedrich Hesse (CDU) so. Daher soll sogar der Antragsschluss für die März-Sitzung verschoben werden. Nach den am 10. März anberaumten Ortstermin. „Es werden von der Stadt Fakten geschaffen, so kann man mit uns nicht umgehen“, sagt er. Über die beiden Poller neben dem Behindertenparkplatz reagiert er mit Kopfschütteln. „Es war die letzte Möglichkeit für die vielen Lieferfahrzeuge zu halten. Jetzt müssen sie auf der Straße stehen, es wird lange Staus geben. Die stets verspätete Buslinie wird noch länger brauchen. Das Chaos geht in die nächste Runde“, sagt er. jdi

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